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MSV-Trainer Gruev: "Ich habe in jedem Spiel ein gutes Gefühl“

Erfolgreich mit dem MSV: Trainer Ilia Gruev.

Erfolgreich mit dem MSV: Trainer Ilia Gruev.

Duisburg.   Der MSV Duisburg trifft am Samstag auf Arminia Bielefeld. Trainer Ilia Gruev und Kapitän Kevin Wolze strahlen Selbstbewusstsein aus.

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Das gab’s auch noch nie. Ein ehemaliger Fußball-Profi des MSV Duisburg trug am Freitag bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele die Olympische Fackel. Jung-hwan Ahn, im Frühjahr 2006 in zwölf Bundesliga-Spielen für die Zebras im Einsatz, zählte bei der Eröffnungsfeier in Pyeongchang zu den Fackelträgern.

Die Verpflichtung des Koreaners gehörte beim MSV – damals war Jürgen Kohler Trainer – zu den vielen Missverständnissen. Von derartigen Irrtümern ist der Zweitligist im Februar 2018 weit entfernt. Die Zebras wollen weiter auf der Erfolgswelle schwimmen. Am Samstag kreuzt Arminia Bielefeld zum Punktspiel an der Wedau auf. Beginn ist um 13 Uhr.

Das Selbstvertrauen wächst

Der MSV sammelte nach der Winterpause in drei Spielen sieben Punkte ein. Der einzige Makel: Gegen den 1. FC Heidenheim reichte es vor zwei Wochen nur zu einem – glücklichen – Remis. Das 3:3 gegen den FCH nutzt MSV-Trainer Ilia Gruev als Warnung. „Es läuft nicht immer nach Plan. Wir dürfen uns nicht auf unseren guten Lauf verlassen“, mahnt der Coach.

Mannschaftskapitän Kevin Wolze sprach unter der Woche vom Selbstbewusstsein, das ständig größer wird. Dieses Selbstvertrauen strahlt auch der Trainer aus. „Ich habe in jedem Spiel ein gutes Gefühl“, unterstreicht der Deutsch-Bulgare und schiebt nach, dass das vor zwei Jahren im Abstiegskampf anders war.

Gegen Arminia Bielefeld erwartet der Trainer ein Spiel auf Augenhöhe. Die Ostwestfalen, die in Duisburg zuletzt im September 2007 verloren – der MSV gewann das Erstligaspiel mit 3:0 – weisen derzeit nur drei Punkte weniger auf als die Meidericher.

Das Hinspiel in Bielefeld gewann der MSV mit 4:0 – auch dank einer Galaleistung von Mittelfeldspieler Cauly Oliveira Souza, der zwei Tore erzielte und auf der Außenbahn für Furore sorgte. Mit dem zweiten Auswärtssieg in Folge korrigierte der MSV damals den holprigen Heimstart. Dass die Zebras beim Rückspiel auf dem vierten Rang stehen würden, war damals nicht absehbar.

Für Arminen-Coach Jeff Saibene spielt das Resultat aus der Hinrunde keine große Rolle mehr: „Das ist doch schon so lange her. Wir sind auch so genug motiviert“, sagte der Luxemburger im Vorfeld der Partie. Im Gegensatz zum MSV kokettieren die Bielefelder damit, um den Aufstieg mitspielen zu können. „Warum sollen wir nicht darauf hoffen, dass wir nach oben noch etwas machen können“, sagte Stürmer Leandro Putaro, gegenüber der „Neuen Westfälischen“.

Premiere für den neuen Rasen in der MSV-Arena

Die Zebras hielten sich hingegen unter der Woche weiter an der gewohnten Sprachregelung. Die 40 Punkte bleiben das Ziel. „Wir wissen, dass jederzeit eine Schwächephase kommen kann. Es gibt genug Beispiele aus den vergangenen Jahren, die eine Warnung für uns sein müssen. Die Liga ist so eng wie selten zuvor. Wir wissen, dass wir auch für die sieben fehlenden Punkte noch hart arbeiten müssen“, sagt Kevin Wolze, der versichert, dass das Thema Aufstieg auch in der Kabine kein Thema ist. Wolze: „Die Fans dürfen träumen. Wir aber bleiben auf dem Boden.“

Zum Personal: Bis auf den erkrankten Cauly Oliveira Souza und dem Langzeitverletzten Andreas Wiegel sind alle Mann an Bord. Der zuletzt erkrankte Christian Gartner kehrt in den Kader zurück. Fabian Schnellhardt, zuletzt in Darmstadt gelbgesperrt, wird wieder seinen Stammplatz im zentralen Mittelfeld einnehmen.

Das wird alles auf feinem Geläuf vor sich gehen: Der MSV weiht mit dem Spiel gegen Bielefeld seinen neuen Rasen ein.

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