MSV-Analyse

MSV-Profi Hajri: "Der Schiedsrichter hat sich entschuldigt"

Enis Hajri sah in Fürth die Rote Karte.

Enis Hajri sah in Fürth die Rote Karte.

Foto: dpa

Fürth.  Eine strittige Entscheidung bringt den MSV Duisburg in Fürth um den Lohn. Hajri berichtet später von einer Entschuldigung des Schiedsrichters.

Ein unberechtigter Elfmeter kostete dem Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg im Auswärtsspiel bei der SpVgg Greuther Fürth einen Punkt. Die Zebras verloren bei den Franken am Samstag mit 0:1 (0:0). In der Nachspielzeit sah MSV-Abwehrspieler Enis Hajri nach einem Foulspiel die Rote Karte.

Die strittige Szene ereignete sich in der 84. Minute. Green kam im Strafraum gegen Hajri zu Fall. „Der Schiedsrichter hat sich nach dem Spiel entschuldigt. Er hat die Fernsehbilder gesehen und sagte, dass das zu wenig für einen Elfmeter gewesen sei“, berichtete Hajri von seinem Gespräch mit Schiedsrichter Harm Osmers. MSV-Trainer Torsten Lieberknecht monierte zudem, der Ball sei vorher im Aus gewesen. Der Coach war an der Seitenlinie nicht zu beruhigen. Osmers schickte Lieberknecht auf die Tribüne.

Wiedwald pariert zwei Elfmeter

MSV-Keeper Felix Wiedwald konnte den Elfmeter von Daniel Keita-Ruel in der 86. Minute zwar parieren, war dann aber beim Nachschuss ohne Chance. In der Nachspielzeit parierte Wiedwald einen weiteren Elfmeter von Keita-Ruel. Kevin Wolze hatte den Ball zuvor mit der Hand gespielt.

MSV-Trainer Torsten Lieberknecht vertraute der Mannschaft, die zuletzt in der Liga gegen Darmstadt 98 erfolgreich war. Somit war Enis Hajri als Rechtsverteidiger unterwegs, Andreas Wiegel saß auf der Bank.

8635 Zuschauer sahen im Ronhof ein zähes Spiel zweier verunsicherter Mannschaften. Fürth, seit sechs Spielen ohne Tor, begann im ersten Match unter dem neuen Trainer Stefan Leitl schwungvoll – ohne allerdings ernsthaft für Gefahr zu sorgen.

Nielsen scheitert mit Kopfball

Der MSV konzentrierte sich darauf, hinten sicher zu stehen – auf Kosten des offensiven Schwungs, den die Zebras in den letzten beiden Spielen an den Tag gelegt hatten. Dennoch verbuchten die Gäste in der ersten Halbzeit die besseren Möglichkeiten. Seo bediente Engin mit einem langen Pass, Engin schloss jedoch überhastet ab und verschenkte die Chance mit einem uninspirierten Heber (22.). Drei Minuten später scheiterte Nielsen mit einem Kopfball am Fürther Keeper Burchert.

Das Kleeblatt kam kurz vor dem Halbzeit zu seiner ersten Großchance. Reese verfehlte das Duisburger Tor mit einem Distanzschuss nur knapp. Lieberknecht ärgerte sich über das auftreten seiner Mannschaft im ersten Durchgang: „Die Bereitschaft, auf dem Platz präsent zu sein, fehlte.“

Nach dem Seitenwechsel wurde das Duisburger Spiel leicht besser, Zunächst klärte MSV-Schlussmann Wiedwald zweimal per Faustabwehr: erst gegen Green (47.), dann gegen gegen Keita-Ruel (55.).

Neuer Impuls durch Stoppelkamp

In der 60. Minute versuchte es Lieberknecht mit einem neuen Impuls für die Offensive. Stoppelkamp kam für Nielsen. Die größte Chance vergab Nauber in der 69. Minute mit einem Drehschuss, den Burchert über die Latte lenkte.

Als sich beide Mannschaften mit einem 0:0 anzufreunden schienen, kam es durch die Schiedsrichter-Entscheidung zum Elfmeter doch noch zu einem anderen Verlauf. Unstrittig war die Rote Karte gegen Enis Hajri, der sich in der Nachspielzeit zu einem groben Foulspiel hinreißen ließ.

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