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Profi-Debüt für Vincent Gembalies beim MSV Duisburg

Beim Spiel gegen Magdeburg gehörte Vincent Gemabiels (links) erstmals dem Profikader an. Rechts: Torwart Daniel Mesenhöler.

Beim Spiel gegen Magdeburg gehörte Vincent Gemabiels (links) erstmals dem Profikader an. Rechts: Torwart Daniel Mesenhöler.

Duisburg.   Im Januar 2018 konnte sich Vincent Gembalies im Trainingslager des MSV Duisburg noch nicht empfehlen. Nun nutzte er seine zweite Chance.

Vincent Gembalies hatte im Wintertrainingslager des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg die Lacher auf seiner Seite. Der A-Jugend-Spieler feierte in Portugal seinen 19. Genurtstag, zum Wiegenfest stand ein Kuchen mit Kerzen auf dem Tisch. Der kräftige Abwehrspieler versuchte vergeblich, die Kerzen auszupusten, die Flammen loderten immer wieder auf. Bei seinem Profi-Debüt in Regensburg am vergangenen Samstag brannte nichts an. Der U-19-Spieler, der nach der Pause für den ausgeknockten Enis Hajri ins Spiel kam, lieferte eine saubere Halbzeit ab.

Nach dem Spiel kassierte Gembalies viel Lob. „Er hat das mit einer Bierruhe gemacht“, war MSV-Trainer Torsten Lieberknecht von der unaufgeregten und souveränen Spielweise des jungen Innenverteidigers begeistert.

Neue Chance bei Lieberknecht

Vincent Gembalies schaffte beim MSV den Sprung auf die Profi-Bühne im zweiten Anlauf. Der Youngster war schon im Januar 2018 im Trainingslager der Zebras an der Algarve dabei, drängte sich aber für höhere Aufgaben noch nicht auf. „Da lief es offenbar nicht so gut für ihn“, sagte Torsten Lieberknecht, der erst seit Oktober beim MSV im Amt ist, unlängst. Dabei hatte Gembalies auch bei seiner ersten Trainingslager-Teilnahme für Lacher gesorgt. Teamkollege Lukas Fröde hatte das Zimmer von Gembalies und Migel-Max Schmeling gefilmt und dabei ein klassisches Teenie-Zimmer vorgefunden – mit viel Chaos und wenig Ordnung.

Gembalies warf die Flinte nicht ins Korn, sondern machte weiter, empfahl sich mit konstant guten Leistungen in der U19. Torsten Lieberknecht ließ ihn schon im Herbst immer wieder auf dem Trainingsplatz Profiluft schnappen, nominierte ihn und Sturmkollege Jan-Niklas Pia für das Trainingslager in Portugal. Dort räumte Gembalies nicht nur sein Zimmer auf, sondern überzeugte auch mit Leistung.

Im Zuge der verletzungsbedingten Ausfälle in der Innenverteidigung rückte das Profi-Debüt für Gembalies immer näher. Beim Spiel gegen Union Berlin stand er auf Abruf bereit. Gegen den 1. FC Magdeburg saß er auf der Bank und lief sich zwischenzeitlich warm als Enis Hajri nach seinem Zusammenprall mit Christian Beck behandelt wurde. In Regensburg sprang er nun tatsächlich in die Bresche. Da die Personalsituation weiterhin angespannt ist, könnte Gembalies am Sonntag im Heimspiel gegen Spitzenreiter 1. FC Köln erneut gefragt sein. Simon Terodde, Jhon Cordoba, Anthony Modeste: Da würde eine geballte Offensivkraft auf den 19-Jährigen zukommen.

Auf diese Aufgabe soll sich Gembalies, der das erste „2000er-Kind“ mit einem Profi-Einsatz beim MSV ist, in Ruhe vorbereiten können. Wie bei MSV-Jugendspielern üblich, steht auch er für Interviews nicht zur Verfügung. Der Verteidiger soll mit Leistung sprechen.

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