Kommentar

So bringt der DFB den MSV Duisburg in große Schwierigkeiten

Besorgt: MSV-Präsident Ingo Wald.

Besorgt: MSV-Präsident Ingo Wald.

Foto: firo Sportphoto / Voker Nagraszus / firo

Duisburg.  Der DFB will erst am 25. Mai über die Fortführung der Drittliga-Saison entscheiden. Dem MSV Duisburg fehlt die Planungssicherheit. Ein Kommentar.

Der MSV Duisburg befindet sich in einer komplizierten Lage. Die Zebras sind in der seit Wochen eingefrorenen Tabelle der 3. Liga Spitzenreiter. Der Klub hat die Zweitliga-Rückkehr anvisiert, weiß allerdings immer noch nicht, ob die Saison überhaupt fortgesetzt wird. Duisburg fehlt die Planungssicherheit, weil noch keine Entscheidung getroffen wurde.

Der DFB lässt sich viel Zeit

Damit verbunden sind Unwägbarkeiten, die den Verein in gravierende finanzielle Probleme bringen können. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will über die Wiederaufnahme der Saison erst bei einem außerordentlichen Bundestag am 25. Mai entscheiden.

Der DFB lässt sich damit viel Zeit. Zu viel für den MSV?

Es ist jedenfalls kaum verwunderlich, dass Präsident Ingo Wald mit Blick auf mögliche Liquiditätsengpässe jetzt Alarm schlägt. Denn Kalkulationen für die Zukunft sind beim MSV aktuell kaum möglich.

Die Chancen auf einen Zweitliga-Aufstieg könnten dem Klub deutlich höhere Einnahmen aus TV-Geldern in Aussicht stellen. Ein Verbleib in der 3. Liga hingegen wäre für Duisburg vermutlich kaum zu verkraften. Zumal der MSV – wie viele andere Drittliga-Klubs – auf Zuschauereinnahmen angewiesen ist.

Aufgrund der Corona-Pandemie könnten nun noch sehr lange Zeit Geisterspiele auf dem Plan stehen. Wenn der MSV diese dann als Drittligist bestreiten müsste, wäre das womöglich sein Ende.

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