Deutschlandweite Razzia

Wohnung von Ex-MSV-Profi Änis Ben-Hatira durchsucht

Änis Ben-Hatira zu seiner Zeit in Duisburg.

Änis Ben-Hatira zu seiner Zeit in Duisburg.

Foto: firo

Essen.  Im Rahmen einer Razzia gegen ein mutmaßliches Salafistennetzwerk am Mittwoch wird auch die Wohnung eines Ex-MSV-Profis durchsucht.

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Die Polizei hat am Mittwoch im Rahmen einer Razzia gegen ein mutmaßliches Salafistennetzwerk Wohnungen in neun Bundesländern durchsucht. Eine davon gehört einem ehemaligen Bundesliga-Profi: Änis Ben-Hatira, der von 2009 bis 2010 für den MSV Duisburg spielte, betont allerdings, dass er nichts zu verbergen habe.

Im Mittelpunkt der polizeilichen Ermittlungen stehen die Vereine "Ansaar International" aus Düsseldorf und "WWR Help" aus Neuss. Diese sammeln Geld und Sachspenden, um Notleidenden in Krisenregionen wie Syrien und Somalia zu helfen - so die offizielle Version. Die Behörden hegen aber den Verdacht, dass die beiden Vereine die radikalislamische Palästinensergruppe Hamas unterstützen.

Der Fußball-Profi Änis Ben-Hatira geriet ins Visier der Ermittler, weil er mit "Ansaar International" zusammengearbeitet hat und es stets ablehnte, sich vom Verein zu distanzieren. Im Januar 2017 flog er deswegen beim SV Darmstadt 98 raus. "Der SV 98 beurteilt Ben-Hatiras privates humanitäres Hilfsengagement wegen der Organisation, der er sich dabei bedient, als falsch", teilte Darmstadt-Präsident Rüdiger Fritsch damals mit.

Ben-Hatira: "Ich habe nichts zu verstecken"

Nun wurde also Ben-Hatiras Wohnung in Berlin-Charlottenburg durchsucht. Der Fußballer, der aktuell in Ungarn für Honved Budapest spielt, habe davon selbst aus den Medien erfahren, wie er gegenüber dem Nachrichtenportral "t-online" sagte: "Natürlich war ich sehr überrascht. Ich finde es stillos, dass man mich jetzt wieder mit irgendwelchen Sachen in Verbindung bringt, von denen ich mich ganz klar distanziert habe – von jeglicher Form der Radikalisierung und des Terrorismus."

Ben-Hatira betont: "Ich habe nichts zu verstecken und nichts zu verbergen. Jeder ist bei mir willkommen. Das nächste Mal können sie ruhig warten, bis ich in Berlin bin. Dann öffne ich gerne selber die Tür." (tm)

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