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Plötzlich platinblond: Özil fällt auf - auch sportlich?

Mesut Özil überrascht mit einem neuen Look.

Mesut Özil überrascht mit einem neuen Look.

Foto: Getty Images / Twitter FC Arsenal

Köln/Los Angeles  Nach einem verkorksten Jahr nimmt Mesut Özil mit Arsenal die neue Saison ins Visier. Aufmerksamkeit ist ihm sicher - auch dank neuer Haarfarbe.

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Mit platinblonder Haarpracht und rosa getönter Sonnenbrille sah Mesut Özil urplötzlich der Frauenfußball-Ikone Megan Rapinoe zum Verwechseln ähnlich - die Frotzeleien seiner Arsenal-Teamkollegen ließen nicht lange auf sich warten. „Das ist der beste Haarschnitt, den du je hattest“, scherzte der frühere Bundesliga-Torschützenkönig Pierre-Emerick Aubameyang in den sozialen Netzwerken und beschleunigte die virale Verbreitung von Özils neuem Look zusätzlich.

Verlorene Challenge wird Özil zum Verhängnis

Der Ex-Nationalspieler freilich hatte ursprünglich nicht die Intention, im Netz mit der US-Weltmeisterin verglichen zu werden. Oder mit dem deutschen Schlagerbarden Heino. Eine verlorene „Crossbar Challenge“ mit dem französischen Arsenal-Stürmer Alexandre Lacazette zwang den eigentlich schwarzhaarigen Özil im Trainingslager in Los Angeles zum Griff in den Farbtopf.

Lacazette traf die Torlatte mit dem Ball schneller als Özil und zwei weitere Mitspieler - dessen 2014er-Weltmeister-Kollege Shkodran Mustafi und Sead Kolasinac mussten laut Özil gleich mit erblonden. „So ist das Leben“, sagte der Ex-Weltmeister schmunzelnd.

Es dürfte nicht lange dauern, bis die nette Abwechslung auf der US-Reise der Gunners, die in der Nacht zu Donnerstag ein Testspiel gegen Bayern München bestreiten, für den 30-Jährigen wieder in den Hintergrund rückt. Nach einem missratenen Jahr mit verpasster Champions-League-Qualifikation steht die Mannschaft von Teammanager Unai Emery unter Druck. Allen voran der einst unantastbare Özil befindet sich im Fokus, seine Zukunft auf der Insel wird in englischen Medien immer wieder diskutiert.

Vertrag von Özil läuft bis 2021

Vor wenigen Wochen stand ein Wechsel zu Fenerbahce Istanbul im Raum, der verschuldete türkische Erstligist erteilte einem Transfer aufgrund der „wirtschaftlichen Umstände“ für diesen Sommer aber eine Absage. Im Winter hatte zudem Inter Mailand offenbar Interesse an einer Verpflichtung des Londoner Topverdieners. Bisher fand sich jedoch kein Abnehmer für Özil - und dieser will offenbar auch nicht weg aus der britischen Hauptstadt. Sein fürstlich dotierter Vertrag bei Arsenal läuft noch bis Sommer 2021.

Das verlorene Europa-League-Finale gegen den Stadtrivalen FC Chelsea (1:4) bildete Ende Mai den Gipfel der Kritik. Vom „alten Leid“ schrieb das Boulevardblatt Sun anschließend über Özil, „der so viel verspricht und so wenig liefert“.

Der Ruf, in großen Spielen keine großen Leistungen zu bringen, hängt Özil schon länger nach. Der Mittelfeldspieler bewegt sich fußballerisch zwischen Weltklasse und Mittelmaß, zuletzt schlug das Pendel zu häufig in die falsche Richtung aus.

Nur mit Leistung und mehr Einsätzen als zuletzt kann Özil seine Kritiker verstummen lassen. Im vergangenen Jahr kam er unter Emery lediglich zu 35 Einsätzen. Mal bot der spanische Coach ihn als Kapitän auf, dann verzichtete er wieder ganz auf ihn oder ließ ihn lediglich von der Bank kommen. Emery begründete seine wechselnden Entscheidungen mit Leistungsgründen.

Dreieinhalb Wochen vor dem Start der neuen Premier-League-Saison ist deshalb offen, welche Rolle Özil künftig einnehmen soll und wird. Sicher ist: Läuft er weiter im Trikot der Gunners auf, wird er über seine Haarfarbe hinaus auffallen müssen. (sid)

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