Regionalliga

Aufstieg: RWE und RWO fordern sportliche Entscheidung

Bald gemeinsam in Liga 3? RWO-Stürmer Philipp Gödde gegen RWE-Spieler Jonas Hildebrandt.

Bald gemeinsam in Liga 3? RWO-Stürmer Philipp Gödde gegen RWE-Spieler Jonas Hildebrandt.

Foto: Thorsten Tillmann / ffs

Essen.  Rot-Weiss Essen und Rot-Weiß Oberhausen haben beim WDFV zum Aufstieg einen Antrag auf eine sportliche Entscheidung in Turnierform gestellt.

Seit Wochen herrschen aufgrund der Pause im Spielbetrieb der Regionalliga West durch die Corona-Krise Diskussionen über die Wertung der Saison. Über den Abbruch der Spielzeit sind sich längst 16 der 18 Vereine einig, doch die Frage nach dem Vertreter der Relegationsspiele für den Aufstieg in die 3. Liga ist noch immer offen. Der Westdeutsche Fußballverband (WDFV) plant bislang, den SC Verl als Tabellenzweiten zu benennen, nachdem Spitzenreiter SV Rödinghausen keine Drittligalizenz beantragt hat. Die Verfolger Rot-Weiss Essen und Rot-Weiß Oberhausen bringen nun eine andere Idee ins Spiel.

Aufstiegsturnier auf neutralem Boden

Beide Vereine haben dem Verband einen Antrag gestellt, den Relegationsteilnehmer der Spielzeit 2019/2020 sportlich zu ermitteln und dahingehend ein Konzept entwickelt. Die Idee: In einem kleinen Turnier soll ein Sieger ermittelt werden. Im Halbfinale würde RWE auf RWO treffen. Der Sieger aus dieser Partie würde schließlich in einem Finale gegen den SC Verl, der aufgrund des Tabellenplatzes gesetzt wäre, schließlich den Teilnehmer der Relegationsspiele ermitteln. Alle Partien sollten auf neutralem Platz unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Geisterspiele könnte im TV übertragen werden

"Es darf in der aktuellen Situation nicht das Ziel sein, sich die Entscheidung möglichst einfach zu machen. Das Bestreben des Verbandes muss die Sicherstellung eines fairen sportlichen Wettkampfes sein. Nur weil uns die Coronakrise zu Einschränkungen zwingt, kann das nicht dazu führen, dass wir diesen Leitgedanken der Fairness vollständig aufgeben", sagt RWE-Vorstand Marcus Uhlig. Geisterspiele täten RWE in dem Fall zwar weh, wären in zwei Ausscheidungsspielen im möglichen Rahmen einer TV-Live-Übertragung nach dessen Meinung noch vertretbar, "so lange damit eine sportliche Entscheidung herbeigeführt werden kann".

Turnier-Idee stößt im Nordosten auf Ablehnung

Der Gedanke eines Turniers zur Wertung der Saison ist nicht völlig neu: Auch in der Regionalliga Nordost kam dieses Gedankenspiel zuletzt auf, dort in einem Vierer-Wettkampf zwischen VSG Altglienicke, Lok Leipzig, Energie Cottbus und Hertha BSC II. Cottbus soll als Tabellendritter durchaus angetan gewesen sein von der Idee, die beiden Spitzenteams Altglienicke und Leipzig lehnten den Vorschlag allerdings ab. Altglienicke-Trainer Karsten Heine bezeichnete die Idee im "Kicker" als "absurd".

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben