Regionalliga

Keine Einigung: Regionalliga-Reform droht zu platzen

DFB-Präsident Reinhard Grindel

Foto: firo

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Frankfurt/Essen.  Das ist ein heftiger Nackenschlag für alle ambitionierten Regionalliga-Vereine. Die geplante Reform in der vierten Liga droht zu scheitern.

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Meister müssen aufsteigen! So nachvollziehbar diese Forderung auch ist: In der Fußball-Regionalliga ist sie offenbar nicht umzusetzen. Auf dem am Freitag stattfindenden außerordentlichen Bundestag des DFB stand die überfällige Regionalliga-Reform ganz oben auf der Agenda. Doch wie diese Redaktion erfuhr, wird dieser Tagesordnungspunkt nun wieder gestrichen. Das deckt sich mit den Informationen der Bild-Zeitung, die zuerst darüber berichtet hat.

Neue Aufstiegsregelung frühestens zur Saison 2020/21

Eine Lösung war bei den verhärteten Fronten und der vertrackten Gemengelage nicht zu erreichen. Vertreter der 3. Liga, der Regional- und Landesverbände sowie DFB-Präsident Reinhard Grundel kamen am Mittwochabend in Frankfurt nicht auf einen gemeinsamen Nenner. Letzte Gespräche am Donnerstagnachmittag im Frankfurter Hotel Villa Kennedy dürften daran nichts mehr ändern. Nun soll ein neues Konzept erarbeitet werden, über das jedoch erst im Jahr 2019 entschieden werden kann. Demnach können die Vereine frühestens zur Saison 2020/21 mit einer neuen Aufstiegsregelung rechnen.

Einig sind sich alle Beteiligten bislang nur, dass der bisherige Status quo mit den drei Entscheidungsspielen – mit zwei Südwest-Vertretern sowie den Meistern der Regionalligen Nord, Nordost, West und Bayern – reformiert gehört. Weil es ungerecht ist, wenn Meister sich souverän in einer Liga durchgesetzt haben, in der die Grenzen zwischen Amateurstatus und Profidasein ohnehin fließend sind.

Grindels Reformpläne sind vorerst gescheitert

DFB-Präsident Grindel bevorzugt eine andere Lösung mit fünf Regionalligen und vier Aufsteigern, davon zwei feste aus dem Westen und Südwesten. In den anderen drei Gruppen machte sich deshalb Unmut breit. Hermann Winkler, Präsident des Landesverbandes Sachsen, drohte dem DFB mit einer Klage, sollte sich dieses Modell durchsetzen. "Die beiden festen Aufsteiger könnten schon Spieler für die neue Saison verpflichten, während die anderen drei Meister noch die Play-off-Spiele bestreiten müssten, bevor sie mit ihren Personalplanungen je nach Ligazugehörigkeit beginnen können", sagte Winkler.

Auf eine Klage kann der Funktionär nun verzichten, denn Grindels Reformpläne sind vorerst gescheitert. Doch nicht nur Grindel, sondern der gesamte deutsche Fußball musste am Donnerstag eine heftige Niederlage einstecken.

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