Regionalliga

RWE im Tor-Rausch! KFC Uerdingen mit 11:0 deklassiert

| Lesedauer: 4 Minuten
Oguzhan Kefkir (rechts) und Sandro Plechaty von RWE freuen sich über einen der Treffer gegen Uerdingen.

Oguzhan Kefkir (rechts) und Sandro Plechaty von RWE freuen sich über einen der Treffer gegen Uerdingen.

Foto: Thorsten Tillmann / FUNKE Foto Services

Velbert.  Rot-Weiss Essen untermauert bei KFC Uerdingen seine Aufstiegsambitionen – mit 11:0 siegt RWE gegen die Krefelder.

Das hatte sich Spitzenreiter Rot-Weiss Essen schwieriger vorgestellt: Der Ausflug nach Velbert wurde zum gemütlichen Fußball-Spaziergang. Am Ende siegte RWE ungefährdet gegen das Schlusslicht KFC Uerdingen mit 11:0 (3:0).

Manchmal werden Trainerwünsche erfüllt: „Eine frühe Führung“ hatte sich RWE-Trainer Christian Neidhart im Vorfeld auf die Wunschkarte geschrieben. Und im emka Sportzentrum lief alles wunschgemäß für Rot-Weiss. Zehn Minuten waren gespielt, da legte Cedric Harenbrock den Ball am Strafraum quer auf Oguzhan Kefkir, dessen haltbaren Schuss ließ KFC-Keeper Jovan Jovic über die Handschuhe ins Netz flutschen. Dumm gelaufen.

Und es wurde für den Tabellenletzten nicht schlimmer. Fünf Minuten später hörte man den Schlag auf die Sohle von Harenbrock bis hoch auf die Tribüne: Elfmeter. Auch da sprang RWE das Fußballglück zur Seite: Luca Dürholtz schoss, Jovic ahnte die Ecke, wehrte zur Seite ab. Kefkir war hellwach, passte wieder in die Mitte zu Simon Engelmann, der seinen Stiefel reinstellte: 0:2 (15.). Damit war das Spiel praktisch entschieden.

Uerdingen gegen RWE hoffnungslos unterlegen

Zu offensichtlich waren die Leistungsunterschiede zwischen den beiden Teams. Die Uerdinger, unter der Woche noch Sieger gegen die Sportfreunde Lotte, waren dem Spitzenreiter fast in jedem Zweikampf hoffnungslos unterlegen. Die Essener passten sich ein wenig dem Niveau an, leisteten sich viele Abspielfehler, ohne wirklich in Gefahr zu geraten.

Torjäger Engelmann hatte in der Folgezeit einige vergebliche Schussversuche, doch nach 30 Minuten schnürte er den Doppelpack: Vorlage Isaiah Young und der Goalgetter traf ins lange Eck. 0:3 – nun konnte an der eigenen Torbilanz geschraubt werden. Zur Pause war die Spannung komplett raus aus der Partie, was die 600 Gästefans auf der Sonnenseite des schmucken Stadions nun wirklich nicht störte.

Die Super-Skeptiker wurden dann direkt nach der Pause zufrieden gestellt. Young passte im rechten Moment in den Lauf auf Harenbrock, der steuerte mit vollem Tempo auf Ersatzkeeper Jonas Brendieck zu und vernatzte ihn mit einem gefühlvollen Lupfer zum 4:0. RWE-Coach Neidhart konnte sich auf seinem mitgebrachten Klappstühlchen zurücklehnen und die tiefe Herbstsonne genießen.

RWE-Fans verhöhnen den KFC Uerdingen

Und die Uerdinger verloren allmählich die Lust am einseitigen Geschehen, recht ungehindert spazierten die Essener nun durch die KFC-Reihen. Harenbrock traf nur den Pfosten, doch die nächste Welle rollte schon: Kefkir nach innen auf Engelmann – und Tor Nummer drei war eingetütet. So schießt man sich aus der kleinen Torkrise.

Und das Scheibenschießn ging weiter: Weite Flanke, Plechaty legte ab und Kefkir drosch ihn ins lange Eck: 0:6 – zu viel für einige Uerdinger Fans, die den Heimweg antraten. Begleitet von den Schmähgesängen der RWE-Fans: „Uerdingen 06“. Wer den Schaden hat….

Zwischendurch wurde munter gewechselt, Trainer Neidhart gab seinen Stammkräften eine schöpferische Pause. Aber es tat dem Spiel keinen Abbruch. Flanke Harenbrock, gefühlvoller Kopfball von Felix Bastians in den Winkel. 7:0 – wer hat noch nicht, wer will nochmal?

Uerdingens Erdinc Karakas fliegt mit Rot vom Platz

Plechaty hatte noch nicht, bis zur 72. Minute: strammer satter Schuss im Strafraum, 8:0. Zwei Minuten später machte der eingewechselte Erol Krasniqi durch eine schöne Einzelleistung „alle Neune“ perfekt. „Einer geht noch“, forderten die RWE-Fans. Wann gewinnt man in der Liga schon mal zweistellig?

Und dann war es soweit: Kefkir kam durch – und traf nur den Innenpfosten! Aber man muss nur warten können, der Minutenzeiger hatte noch keine Umdrehung gemacht, da machte es Kefkir genauer: 10:0 (86.). Die Krönung einer starken Leistung der Nummer 38.

Und noch immer nicht Schluss: Janjic wird im Strafraum gezupft: Elfmeter und Rot für Erdinc Karakas. Janjic schoss selbst: 11:0 (89.). Dann kam der Pfiff, den alle Uerdinger herbeisehnten: Der Abpfiff!

KFC Uerdingen – RW Essen 0:11 (0:3)

RWE: Davari, Plechaty, Rios Alonso, Herzenbruch (64. Langesberg), Bastians, Grote, Dürholtz (57. Krasniqi), Harenbrock, Kefkir, Engelmann (64. Janjic), Young (57. Heim).

Tore: 0:1 Kefkir (10.), 0:2 Engelmann (15.), Engelmann (43.), 0:4 Harenbrock (47.), 0:5 Engelmann (57.), 0:6 Kefkir (62.), 0:7 Bastians (67.), 0:8 Plechaty (72.), 0:9 Krasniqi (74.). 0:10 Kefkir (86.), 0:11 Janjic (89.)

Zuschauer: 1750

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