Rot-Weiss Essen

RWE soll wieder Laune machen: Am Samstag kommt Herkenrath

Gut integriert: RWE-Neuzugang Max Wegner soll den Angriff beleben.

Gut integriert: RWE-Neuzugang Max Wegner soll den Angriff beleben.

Foto: Michael Gohl

Essen.   Rot-Weiss Essen empfängt an diesem Samstag das Schlusslicht Herkenrath. Trainer Neitzel fordert im ersten Punktspiel 2019 mehr Ausstrahlung.

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Die Sonne scheint, der Himmel lacht – und das pünktlich zum Ende der Winterpause. An diesem Samstag geht es für Rot-Weiss Essen wieder um Regionalliga-Punkte an der Hafenstraße. Man registriert es, doch überschwängliche Begeisterung spürt man nicht. In den vergangenen Tagen wurde wohl mehr über den angekündigten Rücktritt von Sportdirektor Jürgen Lucas und allen Konsequenzen diskutiert als über die Aufgabe gegen den Tabellenletzten TV Herkenrath (14 Uhr).

Das passt ins Bild, denn viele beschäftigen sich längst schon mit der nächsten Saison, weil für sie die laufende abgehakt und mit Rang sieben und 15 Punkten hinter Platz eins wieder einmal enttäuschend verlaufen ist. Die Anhänger sind gespannt, was passieren wird. Zumal RWE-Chef Marcus Uhlig verkündet hat, dass RWE in der nächsten Spielzeit unbedingt einen weiteren Angriff auf die Tabellenspitze starten will.

Chef Uhlig verspricht Transparenz

Der Wille ist da, aber was machen die Finanzen? Natürlich braucht der Klub für seine Pläne das entsprechende Budget. Die Aktion „Hoch3“ endet mit dieser Spielzeit, so dass zumindest auf diesem Weg künftig weniger Geld in die Kasse fließen wird. Schon lange wird über eine mögliche Ausgliederung spekuliert, über das Für und Wider eines Investors. Marcus Uhlig hält sich zu diesem Thema bedeckt, versichert aber, dass die versprochene Transparenz in jedem Fall gewährleistet sei, sobald Lösungen für neue Strukturen erarbeitet worden sind. „Aber Wasserstandsmeldungen gibt es von uns nicht.“

Die Arbeit der Verantwortlichen auf der Geschäftsetage würde durch sportlichen Erfolg sicherlich positiv beeinflusst. Wichtig ist wie immer auf’m Platz. Mit einem überzeugenden Sieg gegen Herkenrath könnte RWE schon mal den Weg für eine bessere Rückrunde ebnen. Die Vorbereitung war ordentlich. „Wir haben das Pensum, das wir uns vorgenommen haben, zu hundertprozentig umsetzen können“, sagt Trainer Karsten Neitzel.

Team bemüht sich um andere Ausstrahlung

Ein wenig hatte er aufgrund der Witterung improvisieren müssen, doch Kondition und Taktik, alles gut und schön: „Zum Ende des Jahres fehlte den Jungs die Frische, die Lust am Spiel. Die müssen wir jetzt wieder auf den Platz bringen.“ Klar, man benötige unbedingt bessere Ergebnisse, aber vor allem eine andere Ausstrahlung. „Wir sind ja zurecht kritisiert worden“, räumt Neitzel ein. „Nun müssen wir dafür sorgen, dass die Fans nicht schon gleich wieder mit negativen Gedanken ins Stadion kommen.“

Die Winterzugänge Max Wegner, Jonas Erwig-Drüppel und Noah Korczowski haben angedeutet, dass sie RWE weiterhelfen können. „Sie sind bereits gut in die Mannschaft integriert, alle drei sind auch Kandidaten für die Startelf gegen Herkenrath“, lobt Neitzel, der trotz einiger Ausfälle (Platzek, Tomiak, Cokkosan, Jansen, Harenbrock) keine Personalnot hat. Kevin Grund hatte muskuläre Probleme, gehört jedoch wahrscheinlich zum Aufgebot.

Der Gast wiederum hat turbulente Wochen hinter sich. Neun Punkte aus 19 Spielen, das erscheint wenig konkurrenzfähig. Dazu erhebliche Geldsorgen. 17 Spieler und der Trainer haben in der Pause den Verein verlassen, 14 neue und Coach Giuseppe Brunetto sind gekommen. Als Neitzel Herkenrath bei einem Testspiel beobachtete, hatte er seine liebe Not, die gegnerischen Spieler zu identifizieren, weil selbst der Spielberichtsbogen nur unzureichend Aufschluss gab. Da muss am Samstag definitiv mehr Klarheit herrschen.

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