Traditionsmasters

RWE-Traditionself braucht eine Verjüngungskur

Es ging bei allem Ehrgeiz auch freundschaftlich zu: Daniel Kirstein  vom MSV Duisburg und RWE-Torwartidol Frank Kurth.

Foto: T.Tillmann

Es ging bei allem Ehrgeiz auch freundschaftlich zu: Daniel Kirstein vom MSV Duisburg und RWE-Torwartidol Frank Kurth. Foto: T.Tillmann

Wie im Vorjahr schieden Frank Kurth und Co. als Gruppenletzte aus. RWO holt den Pott durch einen 2:0-Finalerfolg über Schalke.

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Etwas angesäuert kehrten die Traditionskicker von Rot-Weiss Essen vom NRW-Masters aus Mülheim zurück. Weniger die drei Gruppen-Niederlagen gegen Rot-Weiß Oberhausen (1:2), VfL Bochum (1:2) und den MSV Duisburg (2:3) lagen dem Team um Keeper Frank Kurth quer, es ging mehr um die sportliche Konkurrenz. „Wir nehmen offensichtlich die Tradition zu wörtlich, andere Mannschaften paaren Tradition mit großem Ehrgeiz, da sind teilweise Spieler dabei, die noch voll im Saft stehen und jetzt noch in der Oberliga kicken“, wunderte sich die RWE-Torwartlegende um die großzügige Auslegung des Teilnehmergedankens in so manchem Team.

Kurth selbst will daraus auch seine Konsequenzen ziehen: „Ich werde bald 56, da werden die sportlichen Highlights sicherlich weniger. Im nächsten Jahr werden wir mit Sicherheit eine andere Mannschaft ins Turnier schicken, da lassen wir mal Jüngere ran, um uns dem Leistungsniveau anzupassen.“

Carsten Wolters zeigte es dem RWE

Ausgerechnet einer aus der alten Garde war es, der ihm im abschließenden Gruppenspiel besonders zu schaffen machte: Carsten „Erle“ Wolters (48) legte ihm im Zebrakostüm alle drei Eier ins Netz. Sogleich kam in der Mülheimer Halle die spöttische Frage auf, ob dies aus arbeitsrechtlichen Gründen überhaupt „erlaubt“ sei, schließlich verdient Wolters seine Brötchen mittlerweile als Co-Trainer in der Regionalligamannschaft von RWE.

„Ich gönne es dem Erle, auch wenn wir uns beim ersten Tor ein bisschen dämlich angestellt haben. Aber Hut ab, er hat auch noch im fortgeschrittenen Fußballalter gewisse Qualitäten“, lobte ihn Kurth.

Den Schützen selbst plagte danach nicht das schlechte Gewissen: „Natürlich haben wir ein bisschen rumgeflachst, aber ich habe 20 Jahre in Duisburg aktiv gespielt, da wechselt man nicht die Farben. Dass es ausgerechnet gegen RWE so gut klappte, ist natürlich eine Pikanterie am Rande“, grinste Wolters, der jetzt ein Jahr stolz erhobenen Hauptes durch den RWE-VIP-Bereich gehen kann. Den Titel holte sich übrigens RWO durch einen 2:0-Finalerfolg über Schalke. Die Oberhausener hatten zuletzt dreimal in Folge nicht die Vorrunde überstanden. Wenn das kein Ansporn für RWE ist.

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