Regionalliga

Diesmal will RWO den Spieß gegen Viktoria Köln umdrehen

Yassin Ben Balla von Rot-Weiß Oberhausen läuft gegen die Viktoria schon fast traditionell zu Höchstform auf.

Yassin Ben Balla von Rot-Weiß Oberhausen läuft gegen die Viktoria schon fast traditionell zu Höchstform auf.

Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen.   0:2 hieß es in der Hinrunde trotz einer starken Leistung von Rot-Weiß Oberhausen gegen Viktoria Köln. Jetzt will RWO den Spieß umdrehen.

„So viel Raum werden wir denen nicht noch mal geben.“ – Trainer Mike Terranova vom Fußball-Regionalligisten Rot-Weiß Oberhausen hat das 0:2 aus der Hinrunde noch in bester Erinnerung. Da zeigte seine Mannschaft eine wirklich famose Vorstellung, versäumte es aber Tore zu schießen und kassierte zwei. Dumm gelaufen und eine ganz bittere Niederlage. Wenn RWO jetzt bei Viktoria Köln (Sonntag, 14 Uhr, Sportpark Höhenberg) verlieren sollte, wäre das auch bitter. Aus vielerlei Hinsicht.

Zunächst einmal hätte Viktoria als Tabellenführer dann zwölf Zähler Vorsprung auf Rot-Weiß, eine Hypothek, die bis Saisonende wohl kaum noch abgebaut werden könnte. Wieder nur noch Freundschaftsspiele in der Regionalliga!

Lizenzierungsantrag steht und fällt mit Sieg

Weiter wäre dann viel Arbeit in Geschäftsstelle, Vorstand und Wirtschaftsprüfung zunächst einmal umsonst gewesen: Der Antrag für die Lizenzierung läuft, ab Montag sollte ein Wirtschaftsprüfer eine Woche drüber gucken, um die endgültige Fassung für den Antrag beim DFB zu schaffen. „Wenn wir das Spiel verlieren, ist das erledigt“ sagte RWO-Chef Hajo Sommers unlängst.

„Dann haben wir ein Testat über den Ist-Zustand und eine Basis für die nächste Saison.“ Denn jetzt fiel einiges an Arbeit an, da in den Finanzen zwei Jahre zurück gegangen werden musste. Sommers will dem Spiel in Köln übrigens beiwohnen, trotz seiner mit Aberglauben behafteten schlechten persönlichen Auswärtsbilanz. „Aber ich habe auch schon Auswärtssiege miterlebt.“

Ein Sieg würde RWO Hoffnung geben

Denn ein Sieg würde für RWO die Tür nach oben öffnen, Viktoria wäre „nur“ noch sechs Zähler vor. Auch wenn die Gastgeber die Konstante der Liga sind; RWO will diese Chance auf jeden Fall nutzen. Terranova: „Ich bin sehr zuversichtlich. Ich habe die Viktoria gesehen. Klar sind die stark, aber das sind wir auch.“

Der Coach wird sich hüten, ähnlich offensiv wie im eigenen Stadion zu beginnen. Stattdessen liegt das Augenmerk auf Sicherheit. Jannik Löhden ist in herausragender Verfassung, neben ihm wird Kai Nakowitsch spielen. Obwohl Mike Jordan im Test gegen Mönchengladbach auf rechts klasse spielte und in jedem Training brenne, wie der Trainer lobt. Dominik Reinert, Philipp Eggersglüß oder Christian März werden sich die rechte Seite teilen.

Yassin Ben Balla sichert vor der Viererkette. Davor sollen Raphael Steinmetz oder Dario Schumacher sowie Maik Odenthal die entscheidenden Bälle spielen. Im Zentrum ist Cihan Özkara derzeit gegenüber Philipp Gödde leicht favorisiert. Dennoch ist noch nicht klar: eine oder zwei Spitzen?

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