Stimmen zum RWO-Spiel

RWO-Vorstand Jöring: „Mehr Sand auf dem Platz als auf Baustellen“

Die RWO-Kicker konnten sich erhobenen Hauptes von ihren zahlreich mitgereisten und lautstarken Anhängern in Köln bedanken und verabschieden.

Die RWO-Kicker konnten sich erhobenen Hauptes von ihren zahlreich mitgereisten und lautstarken Anhängern in Köln bedanken und verabschieden.

Foto: Micha Korb

Oberhausen.   Enttäuschung bei Rot-Weiß Oberhausen: Zweimal stark gegen Viktoria Köln gespielt und nur einen Punkt geholt. Die Stimmen zum Spiel.

RWO-Chef Hajo Sommers schlenderte in der Pause des Viktoria-Spiels auf der Sonnenseite der Haupttribüne und befand gegenüber der versammelten Journalistenschar: „Wenn es in der 85. Minute noch 0:0 steht, wechsle ich mich selbst ein und schieße ein Eigentor.“ Heißt mit dem ihm eigenen Humor: Dann ist die Entscheidung gefallen, ob RWO in dieser Woche einen Wirtschaftsprüfer beauftragt, den Lizenzierungsantrag für die Dritte Liga auf den Weg zu bringen. Tja, wahrscheinlich hätte er bei dem tatsächlichen Endergebnis am liebsten daneben gelegen. So oder so rum, nun wird es schwer, sich in diese oder jene Richtung zu entscheiden.

RWO-Trainer Mike Terranova hatte seine erste Enttäuschung im Pressegespräch nach dem Spiel schon fast überwunden oder versteckte sie zumindest gut: „Wenn man beide Spiel gegen Viktoria zusammennimmt, waren wir über 180 Minuten die bessere Mannschaft und gehen dann nur mit einem Punkt raus. Das ist viel zu wenig. In vielen Momenten fehlte uns das Spielglück.“

Diese übergreifende Problematik lag den Spielern wenige Minuten nach dem Schlusspfiff fern, die waren allein schon von den 90 Minuten, vielleicht auch nur von den letzten 15 bedient.

Torwart Daniel Davari: „Wir haben zu Null gespielt, das ist für mich als Torwart bei einem Debüt natürlich erst einmal gut. Was jedoch vorne

passiert ist, war ärgerlich. Wir waren klar besser und es gab nur eine Mannschaft, die das Spiel gemacht hat und das waren wir. Wir hatten auch Superchancen, aber es fehlte einfach das Glück. Mit dem Punkt können wir überhaupt nicht zufrieden sein.“

Ähnlich klang es bei Neuzugang Francis Ubabuike, ebenfalls bei seinem Debüt als Linksaußen im RWO-Dress: „Wir hätten uns mit drei Toren belohnen müssen. Selbst wenn wir nur eines gemacht hätten bin ich sicher dass wir das Spiel gewonnen hätten.Es fällt jetzt schwer, mit dem einen Punkt zufrieden zu sein. Zur Umstellung von der Oberliga Südwest auf die hiesige Regionalliga muss ich sagen: Das Tempo hier ist höher und die Jungs sind auch mit dem Kopf fixer dabei. Aber ich bin ganz gut zurecht gekommen.“

RWO-Vorstand Herbert Jöring, im Hauptberuf Bauunternehmer, befand in der Halbzeit: „Auf meinen Baustellen ist nicht so viel Sand wie hier auf dem Platz.“

Die schlechten Verhältnisse als Entschuldigung zu nehmen, wollte Rechtsverteidiger Dominik Reinert nicht gelten lassen: „Das ist in der Regionalliga doch derzeit nach dem Winter überall so. Die haben alle keinen Teppich, weil noch nichts wächst. Dennoch hätten wir es drauf haben müssen. Es ist bitter, wir hätten den Abstand verringern können, ich bin enttäuscht.“

Rechtsaußen Christian März stellte die Geschehnisse auf dem Platz mit leichter Ironie praktisch auf den Kopf, aber trifft es: „Viktoria hat wie ein Spitzenreiter gespielt, der es nicht nötig hat, alles zu geben, weil er neun Punkte Vorsprung hat.“

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