RWO

RWO-Trainer Terranova: „Haben aus dem Bonn-Spiel gelernt“

RWO-Trainer Mike Terranova.

RWO-Trainer Mike Terranova.

Foto: Micha Korb / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Der 1:0-Erfolg gegen die U23 von Schalke 04 war nicht mit dem 1:0 gegen Bonn zu vergleichen. RWO scheint gerüstet für das Topspiel in Verl.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Mit einem 1:0 (1:0)-Erfolg gegen die U23 des FC Schalke 04 hat Rot-Weiß Oberhausen den Anschluss an die Tabellenspitze in der Fußball-Regionalliga gehalten. Es war der siebte Dreier im Stadion Niederrhein in Folge, 2035 Zuschauer waren dabei.

„Ich wüsste nicht, dass es hier so etwas schon einmal gegeben hat“, so Oberhausens Coach Mike Terranova über die neue Heimstärke der Kleeblätter.

Aus dem Bonn-Spiel gelernt

Die Vorstellung war nicht zu vergleichen mit dem mauen und am Ende glücklichen 1:0 gegen Bonn in der Vorwoche. „Wir haben daraus gelernt, vor allem, in welchen Räumen wir uns aufhalten müssen“, lobte Terranova. Tempo und Zielstrebigkeit jeweils in den ersten Hälften der zwei Halbzeiten waren beeindruckend.

Der als Innenverteidiger verpflichtete Jerome Propheter hat sich auf der Sechs eingefunden und sorgt für Ballsicherheit, saubere Pässe und auch Druck nach vorne. Ganz starke Vorstellung!

Raphael Steinmetz rechtfertigte seinen Startelfplatz mit viel Kreativität und Spielfreude, zudem sorgt der Angreifer aufgrund seiner Schussgewalt schnell für Hektik in der gegnerischen Abwehr.

So hätten die in den ersten 25 Minuten haushoch überlegenen Hausherren viel früher führen müssen, aber dem Jubel standen mehrfach Ex-RWO-Keeper Krystian Wozniak oder auch wie beim Kopfball von Maik Odenthal der Innenpfosten (15.) im Weg. „Am Ende ist die Chancenverwertung gerade bei so vielen Dingern auch eine Frage der Qualität“, erinnerte Terranova.

So war der Weg frei für eine alte Fußballweisheit und der Schalker Janis Grinbergs wollte auch schon zum Jubel abdrehen. Aber Nico Klaß machte seinen Ballverlust wieder wett und rettete für den bereits umkurvten Kleeblatt-Keeper Daniel Davari spektakulär auf der Linie (37.).

Einfaches Tor - oder einfach zu schnell?

Als „einfach“ bezeichnete S04-Coach Torsten Fröhling dann die letztlich entscheidende Szene. Vielleicht meinte er, dass Shaibou Oubeyapwa mit Ball auf der Außenbahn einfach schneller war als Gegenspieler Jonas Carls. Der Oberhausener Flügelflitzer drang über rechts in den Strafraum ein und fand am Fünfer Cihan Özkara, der seinen Fuß „einfach“ zum 1:0 hinein hielt (44.).

Oberhausen wollte direkt nach dem Seitenwechsel unbedingt nachlegen und hatte auch die Möglichkeiten dazu. Der Kopfball von Klaß nach Freistoß von Steinmetz flog Zentimeter am langen Pfosten vorbei (47.). Besonders sehenswert war die Entstehung der Chance des gewohnt fleißigen Christian März, der den Ball nach Pass auf Steinmetz per Hacke zurückbekam, aber mit seinem schwächeren linken Fuß an Wozniak scheiterte (55.).

Millionen-Mann Nabil Bentaleb in Reihen der Gäste war kaum und ab der 68. Minute gar nicht mehr zu sehen. Ihm hatten die Oberhausener den Spaß genommen – falls er den in der zweiten Mannschaft jemals hatte. Immerhin war zur Ablenkung das Centro ganz in der Nähe.

Und Terranova musste diesmal nicht wie zuletzt so häufig in Halbzeit zwei einen Stürmer nach dem anderen einwechseln, um „all-in“ zu gehen. Zwar gingen die Gastgeber fahrlässig mit ihren Konterchancen um und mussten so immer vor einem Ausgleich zittern, hochverdient war der RWO-Erfolg jedoch allemal.

Nun winkt am Freitag (19 Uhr) das Topspiel in Verl. „Wir können nach dieser Leistung mit breiter Brust dorthin fahren“, sagt Mike Terranova. „Die Wettervorhersagen sind nicht gut, aber ich würde mich freuen, wenn es stattfindet. Wir wollen dort drei Punkte holen.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben