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RWO wird in der Vorbereitung an der Fehlerquote arbeiten

RWO-Trainer Mike Terranova

RWO-Trainer Mike Terranova

Foto: Micha Korb / FUNKE Foto Services

Oberhausen.   Die letzten Spiele haben es RWO-Trainer Mike Terranova gezeigt: Viele Entscheidungen werden falsch getroffen. Daran will er verstärkt arbeiten.

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Einen Tag nach dem 0:2 beim SC Verl war Trainer Mike Terranova vom Fußball-Regionalligisten Rot-Weiß Oberhausen erstaunlich geschmeidig, ja sogar arbeitsversessen: „Wir werden die Pause nutzen, an unseren Fehlern zu arbeiten. Denn die kosten uns die Punkte. Wir treffen oft auf dem Platz in entscheidenden Momenten die falschen Entscheidungen.“

Generell bezieht er das darauf, was er klares, einfaches Spiel nennt: In fraglichen Situationen so zu handeln, dass defensiv gefährliche Momente vermieden werden und offensiv, dass Fehler des Gegners so ausgenutzt werden, dass Zählbares heraus kommt.

Fehler erkennen und daraus lernen

Beispiele:

Beim Freistoß der Mönchengladbacher, der zum entscheidenden 1:2 (89.) führte stand die RWO-Abwehr viel zu tief. „Hätten wir komplett fünf, sechs Meter weiter vorn gestanden, wäre die Abstauber-Situation am langen Pfosten überhaupt nicht entstanden.“

Vor dem 1:0 des SC Verl hat RWO die Möglichkeit, mit einem langen Ball aus der Abwehr heraus zu klären. Stattdessen gibt es einen kurzen Ball auf den unter gegnerischem Druck stehenden Jannik Löhden, der riskant spielen muss, der Ball geht damit an Verl verloren. Die nutzen die Unordnung, um über rechts schnell ins Zentrum vorzudringen, wo letztlich Jan Lukas Liehr leichtes Spiel gegen Robin Udegbe hat.

Zu langsam aus dem Abseits gekommen

Oder im Spiel nach vorn: Patrick Schikowski erobert im Mittelfeld überraschend einen Ball und hat die Chance, blitzschnell vorzustoßen. Da aber Aloy Ihenacho zu gemächlich aus der Abseitsposition zurück kommt, ist der nicht anspielbar, „Schiko“ verheddert sich. „Wäre Aloy schneller draußen gewesen, hätten wir eine 2:1-Situation und eine große Torgelegenheit gehabt.“

Sagt der Trainer und hätte gern ein 1:0 seiner Truppe gesehen, um dann zu schauen, wie der SC Verl sich daran die Zähne ausbeißt. Denn das war die Summe der ersten Halbzeit: zwei gut verteidigende Teams neutralisierten sich weitgehend, Chanen waren auf beiden Seiten Mangelware. „Daher müssen wir lernen, solche Gelegenheiten zu nutzen, um den Gegner unter Druck zu setzen.“

Wer Fehler nutzt, ist im Vorteil

Genau das machten die Verler mit ihrem Tor. Terranova brachte Bauder, der noch längst nicht fit ist, um Ruhe ins Spiel zu bekommen. Das gelang zwar, doch RWO kassierte dann das zweite Tor auch aus eigenem Ballbesitz heraus. „Wenn die Achse wegbricht, spielen auch die jungen Spieler schlechter. Das ist normal, die übernehmen noch keine Verantwortung, sondern wollen Fehler vermeiden. Aber das kann noch nicht klappen, da fehlt die Erfahrung.

Auf die setzt Terranova für die Rückrunde, wenn angeschlagene Leistungsträger wieder zurück kommen. „Wir werden definitiv besser sein.“

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