Regionalliga

Rot-Weiß Oberhausen verliert Tabellenspitze aus den Augen

Das 1:2 durch Marco Komenda, Robin Udegbe ist machtlos.

Foto: Micha Korb

Das 1:2 durch Marco Komenda, Robin Udegbe ist machtlos. Foto: Micha Korb

Oberhausen.   Nach dem 1:2 gegen Borussia Mönchengladbach II hat Rot-Weiß Oberhausen zehn Punkte Rückstand auf den KFC Uerdingen und Viktoria Köln.

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So trübe beginnt der Dezember: Beim 1:2 gegen die U 23 von Borussia Mönchengladbach bringt sich RWO mal wieder um die theoretische Möglichkeit, in der Regionalliga ansatzweise oben mitzuspielen. Nach starker erster Halbzeit und verdienter Führung ließ sich Rot-Weiß im zweiten Durchgang die Butter vom Brot nehmen. Gladbach glich aus und kam in der 89. Minute zum glücklichen, aber nicht unverdienten Sieg.

RWO-Trainer Mike Terranova musste mal wieder umbauen. Für den gelbgesperrten Tim Hermes rückte Jasper Stojan auf die linke Verteidigerposition. Vor der Viererkette, mit Felix Haas und Jannik Löhden zentral, agierte die Doppelsechs mit Yassin Ben Balla und Maik Odenthal. Terranova ließ Alex Scheelen zunächst pausieren, da er sich von Ben Balla/Odenthal mehr Zugriff im Mittelfeld versprach. Was für die erste Hälfte auch zutraf. Patrick Bauder war nach wie vor nicht einsatzbereit, da er nach langer Verletzungspause noch nicht wieder voll da ist. Doch Enes Topal auf rechts, Rafael Garcia hinter der Spitze Philipp Gödde und Patrick Schikowski auf links sorgten von Beginn an für Zug zum Tor.

Gödde erzielt Führungstreffer

Die körperlich größeren Rot-Weißen hatten auch sofort die Lufthoheit inne. Das zahlte sich schnell aus, als Odenthal eine Flanke von links ins Zentrum beförderte und Gödde den Ball mit dem Kopf optimal traf. Über Gladbachs Torwart Moritz Nicolas senkte sich der Ball ins lange Eck zum 1:0 (11.). RWO blieb am Drücker und hatte nur drei Minuten später die nächste gute Szene, doch Gödde und Schikowski verstolperten. Schikowski (27.) hatte mit einen Linksschuss noch eine gute Gelegenheit, zielte aber zu hoch. Dennoch ging RWO verdient mit dem knappen Vorsprung in die Halbzeit.

Dort nahmen sich die Rot-Weißen vor, weiter auf das zweite Tor zu spielen, doch das Blatt wendete sich. Gladbach kam deutlich aggressiver aus der Pause und hatte das Gros der gewonnenen Zweikämpfe plötzlich auf seiner Seite.

Zwar stand die Verteidigung der Kleeblätter nach wie vor sicher, doch an den Außen machten sich Ausfransungen bemerkbar. So bei einer Flanke von Mike Feigenspan auf den kurzen Pfosten. Hier schaltete Ba-Muaka Simakala am schnellsten und schob aus kurzer Distanz ein (55.). Robin Udegbe hielt RWO dann im Spiel, als er einen Schuss von Aaron Herzog von der Strafraumkante aus dem linken Giebel fischte (69.).

RWO mühte sich zwar weiter, hatte aber die spielerische Linie längst verloren und sollte sie auch nicht mehr finden. Die technisch gut ausgebildeten Gladbacher kamen auf dem schweren Geläuf mit zunehmender Spieldauer immer besser zurecht und hatten die Partie bald komplett im Griff.

Ein ganz bitteres Ende für RWO

Und das schreib sich in der bitteren Enttäuschung für die Rot-Weißen fort: Einen Freistoß von Marcel Benger aus dem linken Mittelfeld ließ die komplette RWO-Verteidigung durchrutschen, und der Ball fällt vor die Füße von Marco Komenda. Der kann sein Glück zunächst nicht fassen, vergewissert sich mit einem Blick zum Schiedsrichter-Assistenten, dass tatsächlich kein Abseits vorliegt und schlenzt dann mit links ein.

Es war mal wieder die 89. Minute, in der auch schon in den Spielen bei RWO (gut) und Wegberg-Beeck (nicht gut) Entscheidendes passierte. Uerdingen und Viktoria sind plötzlich ganz weit weg.

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