Schalke/BVB

Das sagt Schalke-Verteidiger Bastian Oczipka über den BVB

Schalkes Linksverteidiger Bastian Oczipka (r.) mit Rabbi Matondo während des Derbys gegen den BVB.

Schalkes Linksverteidiger Bastian Oczipka (r.) mit Rabbi Matondo während des Derbys gegen den BVB.

Foto: firo

Gelsenkirchen.  Schalkes Linksverteidiger Bastian Oczipka glaubt, dass dem Revierrivalen BVB die Leichtigkeit fehlt. Und das kommt Oczipka bekannt vor.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Abschalten, runterfahren, relaxen. Bastian Oczipka hat die viertägige Pause, die Trainer David Wagner den Schalker Profis über die Länderspielpause gewährt hatte, zu einem Kurzurlaub genutzt. „Ich war mit meiner Frau und mit meinem Sohn Paul in einem kleinen Wellnesshotel in der Nähe von Salzburg. Dort hat es schon geschneit, der Kleine war gut beschäftigt“, sagt der Außenverteidiger. Oczipka kam allerdings auch beim Kurz-Urlaub zu sportlichen Einsatzzeiten. „Es gab im Hotel einen Wasserpark, wo unser Sohn 587.000 Mal gerutscht ist und ich tausende von Treppenstufen gelaufen bin“, sagt der frühere Leverkusen mit einem Lachen und stellt fest: „Also irgendwie hatte das dann doch etwas von einer kleinen Trainingseinheit. Zum Abschalten war das richtig gut. Man merkt im Training wieder, dass alle vom Kopf her etwas frischer sind.“

Stimmung in Schalkes Team ist gut

Die Stimmung im Schalker Team ist gut. Im Gegensatz zum Vorjahr, in dem der Klassenerhalt zwischenzeitlich am seidenen Faden hing und es intern viele Brandherde gab, haben die Königsblauen den Fokus wieder ausschließlich auf das Sportliche gerichtet. Oczipka wertet die vergangene Spielzeit als „lehrreiche Erfahrung“ für seine Teamkollegen und sich.

Er stellt rückblickend fest: „Es ist in solchen Phasen schwer, da unten wieder raus zu kommen. Man sagt dann immer so einfach: Okay, jetzt müssen wir den Schalter umlegen, wir haben noch so und so viele Spiele. Jetzt müssen wir noch mal alle Gas geben. Man versucht das auch, aber aus dieser Negativspirale auszubrechen, ist nicht leicht. Wir haben es dann zum Saisonende hin glücklicherweise geschafft.“

Teilweise fühlte sich der Routinier, als würde er mit einer Bleiweste über den Platz laufen. Die Angst vor Fehlern und vor dem nächsten Rückschlag war spürbar.

Hohe Erwartungen, hoher Druck

„Gerade bei einem Verein wie Schalke, der enorm viele Fans hat und wo die Erwartungen hoch sind, ist das nicht einfach“, stellt Bastian Oczipka fest und zieht einen Vergleich: „Aber wir sind nicht der einzige Klub, der solche Probleme meistern musste. Wenn man sich mal Borussia Dortmund anschaut, da läuft es auch gerade nicht so rund.“

Oczipka geht ins Detail: „Der BVB hat eigentlich gute Spieler und hohe Qualität, das weiß man, aber die Leichtigkeit fehlt dort in der einen oder anderen Situation. So etwas Ähnliches haben wir letztes Jahr auch erlebt, nur eben noch weiter unten in der Tabelle.“ Bastian Oczipka ist lange genug im Profigeschäft dabei, um zu wissen: „Das Entscheidende spielt sich im Kopf ab.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben