Schalke 04

Funkel und Co. werben für Vergebung für Schalke-Boss Tönnies

Friedhelm Funkel schaut mit der Fortuna in seiner Nachbarschaft beim TSV Bockum vorbei.

Friedhelm Funkel schaut mit der Fortuna in seiner Nachbarschaft beim TSV Bockum vorbei.

Foto: Tim Rehbein / dpa

Düsseldorf.  Düsseldorfs Trainer, Gladbachs Manager Max Eberl und andere kritisieren Umgang mit Clemens Tönnies nach dessen rassistischen Entgleisungen.

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Trainer Friedhelm Funkel vom Fußball-Bundesligisten Fortuna Düsseldorf hat dafür geworben, Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies nach seiner als rassistisch erachteten Aussage über Afrika zu vergeben. "Clemens hat sich in der Wortwahl vergriffen. Aber was da medial draus gemacht wird, ist mir persönlich viel zu viel. Er wird ja regelrecht geschlachtet", sagte Funkel auf dem "Rheinischen Fußballgipfel" der "Rheinischen Post" in Düsseldorf: "Da bringen Leute mit einem Samurai-Schwert Menschen um, darüber wird zwei Tage berichtet, dann ist es vergessen. Er wird nun in eine Ecke gedrängt, in die er sich selbst gebracht hat, in die er aber nicht gehört."

"Möglichkeit geben, wieder aufzustehen"

Auch die anderen Podiumsteilnehmer Max Eberl (Manager Borussia Mönchengladbach), Armin Veh (Sportchef 1. FC Köln) und Simon Rolfes (Sportdirektor Bayer Leverkusen) schlossen sich sinngemäß Funkels Rede an. "Es ist nicht so, dass wir das gutheißen", sagte Eberl: "Wir können jede Empörung verstehen, denn wir waren auch empört, als wir das gehört haben. Aber man muss einem Menschen die Möglichkeit geben, wieder aufzustehen."

Tönnies hatte Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel kritisiert und empfohlen, lieber 20 Kraftwerke in Afrika zu finanzieren. "Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn's dunkel ist, Kinder zu produzieren", so Tönnies. Als Folge lässt er sein Amt drei Monate ruhen. (dpa)

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