Einzelkritik

Kollektives Versagen auf Schalke - ein Armutszeugnis

Die Enttäuschung steht den Schalkern ins Gesicht geschrieben.

Die Enttäuschung steht den Schalkern ins Gesicht geschrieben.

Foto: firo

Gelsenkirchen  Am Ende wurde es dann doch deutlich: Schalke 04 verliert 2:5 gegen Hoffenheim und präsentiert sich erneut wie ein Absteiger. Die Einzelkritik.

Alexander Nübel: Zwei Schüsse kamen in der ersten Halbzeit auf sein Tor, zweimal war der Ball im Netz – Schalkes Keeper war nicht zu beneiden. Der stramme Schuss von Ishak Belfodil zur Hoffenheimer Führung ging ins kurze Eck. In der Form der vergangenen Wochen hätte Alexander Nübel den Ball wahrscheinlich abgewehrt. Vielleicht hätte er auch das 1:3 verhindert, als Adam Szalai aus kurzer Distanz köpfte. Note: 4,5

Benjamin Stambouli: Der Verteidiger ließ Torschütze Andrej Kramaric vor dem 0:2 einfach laufen. Ein ganz schwacher Auftritt des Vizekapitäns, der erneut die Binde trug. Note: 5,5

Salif Sané: Seine Grätsche gegen Ishak Belfodil im eigenen Strafraum nach 23 Minuten war wichtig. Vor dem 1:3 ließ er Adam Szalai aber zu viel Platz. Außerdem ging seine Grätsche vor dem 1:4 ins Leere. Note: 5

Matija Nastasic: Aus seinem langen Ball auf Guido Burgstaller resultierte die erste Ecke des Spiels. Vor dem 0:1 ließ er sich von Torschütze Ishak Belfodil tunneln und überlaufen. Sein Pass ins Seitenaus kurz vor der Halbzeitpause passte ins Bild. Note: 5,5

Daniel Caligiuri: Der Rechtsverteidiger schaltete im ersten Durchgang nach Ballgewinnen häufig in den Angriffsmodus – allerdings ohne Ertrag. Seinen Freistoß vom Strafraumeck wehrte Oliver Baumann stark zur Ecke ab. Kurz danach übernahm er beim Elfmeter Verantwortung und traf zum 1:2 aus Schalker Sicht. Daniel Caligiuri war der auffälligste Schalker. Note: 3,5

Jonas Carls: Der U23-Spieler stand überraschend in der Startformation und hatte die Fans sofort auf seiner Seite, als er zwei Hoffenheimer Angriffe unterband. Jonas Carls bemühte sich, konnte jedoch wenig Akzente setzen. Das 1:3 wurde über seine Seite eingeleitet, Ishak Belfodil konnte ungehindert flanken. Note: 5

Omar Masacarell: Mit Ausnahme eines guten Passes in den freien Raum auf Jonas Carls war das erneut zu wenig, was der Sechser zeigte. Vor dem 1:4 stand Omar im Mittelkreis da wie ein Opa. Note: 5,5

Weston McKennie: Der US-Amerikaner kehrte nach seiner Verletzung in die Startelf zurück. Akzente im Mittelfeld setzte er kaum. Nach der Pause hatte er Pech, als Kevin Vogt seinen Kopfball von der Linie rettete. Note: 5

Suat Serdar: Er trieb den Ball oft mit viel Tempo durchs Mittelfeld, doch es fehlten die Anspielstationen. Unmittelbar nach dem 0:1 mit einem starken Ballgewinn, ein TSG-Verteidiger klärte zur Ecke. Nach 41 Minuten trat er jedoch im Strafraum beim Schussversuch über den Ball. Note: 4,5

Breel Embolo: Der Schweizer erkämpfte sich die Bälle sogar in der eigenen Hälfte. In den Offensive aber wieder harmlos. Sein Torschuss nach 37 Minuten berührte fast die Eckfahne – das war kläglich. Immerhin holte er vor dem Schalker Anschlusstreffer den Elfmeter heraus, den Daniel Caligiuri verwandelte. Note: 5,5

Guido Burgstaller: Er warf sich in jeden Ball und bekam dafür Applaus. Wie bei seinem Sturmpartner Breel Embolo waren die Defizite aber wieder offensichtlich. Warum Guido Burgstaller den Ball nach 27 Minuten auf Embolo durchließ, statt aus kurzer Distanz aufs Tor zu schießen, verstand niemand. An seiner Leistung ändert auch der Treffer zum 2:5 nichts. Note: 5

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