Schalke

Nürnberger Kerk nennt Schalke-Treffer "absolutes Dreckstor"

Enttäuscht: Nürnberg-Profi Sebastian Kerk.

Enttäuscht: Nürnberg-Profi Sebastian Kerk.

Foto: Getty

Nürnberg.  Der frühere Schalke-Fan ärgert sich über den vergebenen Sieg des Clubs. "Leider haben wir das Glück nicht immer auf unserer Seite", sagt er.

Nürnbergs Linksaußen Sebastian Kerk war nach dem Spiel gegen den FC Schalke 04 völlig ausgelaugt. Über zwölf Kilometer hatte er während der 90 Minuten abgespult, 66 Ballkontakte wurden gezählt. Zum Vergleich: Schalkes Stürmer Guido Burgstaller hatte nur 26 Ballkontakte. Wie jeder seiner FCN-Teamkollegen hatte Sebastian Kerk alles gegeben - und am Ende stand es trotz allerbester Torchancen nur 1:1. „Wir sind alle niedergeschlagen. Wir haben ein geiles Spiel absolviert. Die Fans haben uns geil nach vorne gepeitscht. Es war sehr ärgerlich“, sagte er. Vor allem über das Gegentor zum 1:1 nach 85 Minuten ärgerte sich der 24-Jährige, der als Kind großer Schalke-Fan war. Nur drei Minuten nach dem Nürnberger Führungstreffer durch Yuya Kubo war S04-Innenverteidiger Matija Nastasic zur Stelle und lenkte den Ball aus kurzer Distanz zum 1:1 über die Linie. Sebastian Kerk schilderte die Situation wie folgt: „Standardsituation, abgewehrt, dann wurde der Ball wieder in die Mitte bugsiert und dann stochert einer den Ball rein. Ein absolutes Dreckstor.“

Auch Kerk scheitert an Schalke-Torwart Nübel

Zuvor hatte der ehemalige U20-Nationalspieler die Chance ausgelassen, die Partie zugunsten des Clubs zu entscheiden. Seine beste Tormöglichkeit vergab er nach 64 Minuten, als wieder mal Schalkes Torwart Alexander Nübel zur Stelle war. Wie so oft an diesem Freitagabend im Max-Morlock-Stadion. Auch Kerks Schuss aus 15 Metern wehrte der 22-Jährige stark ab: „Ich bin erschrocken. Im Training schieße ich aus dieser Position von zehn Bällen zehn ins Tor. Nächstes Mal muss ich ihn machen. Wir erarbeiten uns die Chancen, leider haben wir das Glück nicht immer auf unserer Seite. Es geht jetzt weiter“, sagte Kerk.

Aufgeben kommt für Nürnberg nicht in Frage

Ein Sieg gegen Schalke, der hochverdient gewesen wäre, wäre für die Nürnberger enorm wichtig im Abstiegskampf gewesen. Der Vorsprung auf das rettende Ufer betrug nach dem Spiel am Freitagabend sieben Punkte, auf den Relegationsplatz hat der FCN bei noch fünf Spielen drei Punkte Rückstand. Aufgeben kommt also nicht in Frage. „Wenn Stuttgart am Samstag Punkte liegenlässt, wären wir wieder einen Punkt näher an sie herangerückt. Mit der Leistung gegen Schalke und den Leistungen zuvor brauchen wir uns vor niemandem zu verstecken.“

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