Gelsenkirchen

Platz vor Schalker Arena wird nach Rudi Assauer benannt

Bald heißt der Herbert-Burdenski-Weg an dieser Stelle Rudi-Assauer-Platz.

Bald heißt der Herbert-Burdenski-Weg an dieser Stelle Rudi-Assauer-Platz.

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.  Der Planungsausschuss der Stadt Gelsenkirchen hat sich am Mittwoch dafür ausgesprochen, die verstorbene Schalke-Legende Rudi Assauer zu ehren.

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Die Entscheidung ist gefallen. Der neue Platz vor der Veltins-Arena und dem „Tor auf Schalke“ wird nach dem langjährigen S04-Manager Rudi Assauer benannt. Zu dieser Einigung ist der Planungsausschuss der Stadt Gelsenkirchen in seiner Sitzung am Mittwoch gekommen. Die Entscheidung ist allerdings keine Überraschung. In der vergangenen Woche hatte die Bezirksvertretung Ost bereits für die Umbenennung gestimmt. Der Planungsausschuss hob nun ebenfalls den Daumen nach oben.

Mit der Umbenennung soll das Lebenswerk des im Februar nach seiner Alzheimer-Erkrankung im Alter von 74 Jahren verstorbenen Rudi Assauer entsprechend gewürdigt werden. Die offizielle Vereinsanschrift des FC Schalke 04 wird künftig „Rudi Assauer Platz 1“ lauten.

Assauer-Familie lehnt Anerkennung in Herten ab

In seiner Heimatstadt Herten wird es allerdings keine Straße geben, die nach Rudi Assauer benannt wird. Der ehemalige Abwehrspieler, der 1966 mit Borussia Dortmund den Europapokal der Pokalsieger durch ein 2:1 gegen den englischen Spitzenklub FC Liverpool gewann, sollte ursprünglich eine besondere Anerkennung durch die Stadt Herten erhalten. Laut einem Bericht der „Hertener Allgemeinen“ lehnt Assauers Familie allerdings dieses Vorhaben ab.

Rudi Assauers Tochter Bettina Michel, die sich in den vergangenen Jahren rührend um ihren erkrankten Vater gekümmert und ihn gepflegt hatte, schrieb einen offenen Brief. Nachdem die Politik vor zwei Jahren Assauers Ehrenbürgerschaft abgelehnt hatte, wäre eine Straßenbenennung in Herten jetzt eine Ehrung dritter Klasse gewesen, wie Bettina Michel anmerkt. Auf der Platzanlage am Katzenbusch, wo Assauer in Jugend- und frühen Senioren-Jahren Fußball spielte, soll der langjährige Schalker Manager trotzdem besonders in Erinnerung behalten werden. Konkretisiert wurden die Gedanken bisher allerdings noch nicht.

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