Schalke

Schalke kümmert sich um die einstigen Helden: Alle wohlauf

Eine Schalke-Legende: Meisterspieler Willi Koslowski. Der 83-Jährige ist auch in diesen Tagen umsorgt.

Eine Schalke-Legende: Meisterspieler Willi Koslowski. Der 83-Jährige ist auch in diesen Tagen umsorgt.

Foto: Martin Möller / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.  Auch die älteren Schalker, wie die Meisterspieler von 1958, sind in den Zeiten der Corona-Pandemie umsorgt: Es geht ihnen gut.

Zusammenhalt zeigt sich gerade in schwierigen Zeiten, und das spürt man in der Schalker Traditionsabteilung gerade ganz besonders: Der WhatsApp-Chat, zu dem sich die Schalker Alt-Stars zusammengeschlossen haben, läuft in diesen Tagen heiß. „Alle machen sich gegenseitig Mut in dieser trostlosen Zeit“, berichtet Sebastian Pantförder, der auf Schalke für die Traditionsangelegenheiten verantwortlich ist. Ständig wird geschrieben und gefragt. Die beruhigende Nachricht: Alle sind bisher wohlauf. „Ich weiß von keinem, dem es nicht gut geht“, sagt Pantförder.

Vor ein paar Tagen hat er alle angeschrieben, denn er musste das für das letzte Heimspiel dieser Saison anberaumte Ehemaligen-Treffen in der Arena schweren Herzens absagen: 150 Gäste waren erwartet worden – das geht in diesen Zeiten der Pandemie durch das Coronavirus natürlich nicht. Bei einigen Älteren, die mit E-Mail und WhatsApp nicht so viel anfangen können, hat sich Pantförder persönlich gemeldet: So etwa bei Didi Ferner (78) oder Heinz van Haaren (79). Langjährige Schalker, die aufgrund ihres hohen Alters zur Risikogruppe zählen.

Sebastian Pantförder hält den Kontakt zu Willi Koslowski und Co.

Auch Willi Koslowski (83), Manni Kreuz (84) und Heiner Kördell (88), die drei noch lebenden Schalker Meisterspieler von 1958, sind umsorgt. Der Kontakt zu Willi Koslowski, dem „Schwatten“, läuft über dessen Tochter Simone Rochel, die ebenfalls auf Schalke arbeitet. Willi Koslowski war vor einigen Jahren schwer gestürzt, körperlich geht es ihm seither nicht mehr ganz so gut wie einst, aber geistig entgeht ihm auf Schalke nichts.

„Diese Woche werde ich mich mal wieder persönlich bei Willi melden“, verspricht Pantförder und kündigt auch einen Anruf bei Manni Kreuz an. Nur zu Heiner Kördell, der in einem Seniorenheim lebt, sei der Kontakt etwas schwieriger. Abgerissen ist er aber nicht, versichert Pantförder: „Heiner war in dieser Saison auch schon einmal bei einem Spiel im Stadion.“

Schalke kümmert sich um seine Helden von einst, „die alte Garde habe ich abtelefoniert“, berichtet der Verantwortliche für die Traditionsangelegenheiten. Und wer die Absage fürs Ehemaligen-Treffen schriftlich beantwortet hat, der hat fast immer noch hinzugefügt, dass es ihm gesundheitlich gut geht. Zusammenhalt in schwierigen Zeiten.

Nur Olaf Thon, der Chef der noch kickenden Schalker Traditionself, hat im Moment alle Hände voll zu tun: Denn der sorgfältig ausgetüftelte Spielplan mit den alljährlich rund 30 Auftritten der Schalker Alt-Stars, der ist jetzt schon Geschichte. Eigentlich sollte es am 17. April in Kaiserau losgehen – daraus wird nun nichts. Thon muss einen Haufen voller neuer Termine finden. Irgendwann.

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