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Schalke lässt Stelle des Sportdirektors zunächst unbesetzt

Holen vorerst keinen Sportdirektor: Alexander Jobst (v. l.), Peter Peters und Jochen Schneider aus dem Schalke-Vorstand.

Holen vorerst keinen Sportdirektor: Alexander Jobst (v. l.), Peter Peters und Jochen Schneider aus dem Schalke-Vorstand.

Foto: firo

Gelsenkirchen.  Schalke wird die Stelle des Sportdirektors möglicherweise erst einmal unbesetzt lassen. Als Alternative gilt die Berufung eines Team-Managers.

Umdenken auf Schalke: Der Gelsenkirchener Fußball-Bundesligist hat die Suche nach einem künftigen Sportdirektor auf der Prioritätenliste nach hinten geschoben und wird diese Stelle möglicherweise zunächst einmal unbesetzt lassen. Nach Informationen der WAZ haben die bislang geführten Gespräche mit den bisherigen Kandidaten nicht das Ergebnis vermittelt, dass eine Zusammenarbeit sinnvoll wäre. Kurzfristig ist mit keinem Abschluss zu rechnen. Ob zu einem späteren Zeitpunkt während der Saisonvorbereitung doch noch ein Sportdirektor präsentiert wird, steht noch nicht fest.

Schalke peilt Verrechnungsgeschäft Raman/Tekpetey an

Gespräche hat Schalke unter anderem mit Markus Krösche (zu RB Leipzig) und dem bisherigen Sky-Experten Christoph Metzelder geführt, auch der frühere Schalke-Profi Thomas Linke (zuletzt FC Ingolstadt) war nach unseren Informationen ein heißer Kandidat. Als Alternative zu einem Sportdirektor gilt inzwischen die Berufung eines Team-Managers nach dem Vorbild von Sebastian Kehl in Dortmund. S04-Legende Gerald Asamoah, unter Huub Stevens zuletzt bei den Profis tätig, wird diesen Job aber nicht bekommen: Asamoah soll wieder zur U23 zurückkehren – damit kann sich der frühere Nationalspieler dem Vernehmen nach inzwischen auch wieder anfreunden.

Während die Suche nach einem Sportdirektor also in den Hintergrund rückt, bastelt Sportvorstand Jochen Schneider mit Hochdruck am künftigen Spielerkader. Großes Interesse besteht nach unseren Informationen an Flügelstürmer Benito Raman von Fortuna Düsseldorf, einer Einigung im Weg steht im Moment allerdings noch die Ablöseforderung der Fortuna. Schalke ist nicht bereit und auch nicht in der Lage, einen zweistelligen Millionenbetrag für den 24 Jahre alten Belgier auf den Tisch zu legen. Da die Düsseldorfer allerdings ihrerseits Schalkes Bernard Tekpetey haben möchten, wird hier ein Verrechnungsgeschäft nicht ausgeschlossen. Raman selbst würde gerne nach Schalke kommen: „Ich fände es fair vom Klub, wenn man mich jetzt ziehen lassen würde“, sagte Raman der Bild-Zeitung: „Ich habe immer alles für Fortuna gegeben und möchte jetzt den nächsten Schritt bei einem anderen Verein machen.“

Schalke holt Jonjoe Kenny auf Leihbasis aus Everton

Raman ist ein Stürmer – die erste Verstärkung für die Abwehr hat Schalke am Montag bereits offiziell präsentiert: Der englische U21-Nationalspieler Jonjoe Kenny (22) wird für ein Jahr vom FC Everton ausgeliehen. Der rechte Außenverteidiger hat bislang 31 Spiele in der englischen Premier League bestritten.

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