Schalke 04

Schalke-Torwart Fährmann: "Müssen über uns hinauswachsen"

Auch in dieser Szene zur Stelle: Schalkes Torhüter Ralf Fährmann.

Auch in dieser Szene zur Stelle: Schalkes Torhüter Ralf Fährmann.

Foto: firo

Gelsenkirchen.  Schalkes Torwart Ralf Fährmann überzeugte beim 0:0 gegen Freiburg. Nun hofft er auch auf einen Einsatz am Mittwoch gegen Manchester City.

Job erledigt: Schalkes Torwart Ralf Fährmann hielt sein Tor am Samstag sauber. Die Partie des FC Schalke 04 gegen den SC Freiburg endete 0:0. In der zweiten Halbzeit parierte der Schalker Mannschaftskapitän zweimal stark und sorgte somit dafür, dass die Königsblauen zumindest einen Punkt holten. Direkt nach der Pause war er beim Kopfball von Jerome Gondorf zur Stelle, nach gut einer Stunde wehrte einen strammen Schuss von Vincenzo Grifo ab.

Als Knackpunkt des Schalker Spiels sah Ralf Fährmann die Rote Karte an, die Mittelfeldspieler Suat Serdar in der 43. Minute nach einem rüden Einsteigen gegen Freiburgs Mike Frantz im Bereich der Mittellinie gesehen hatte. Fährmann ist sicher, dass sich die Schalker viel mehr Torchancen erspielt hätten, wenn sie bis zum Schluss mit elf Spielern auf dem Rasen der Veltins-Arena gestanden hätten. „Bis zur Roten Karte hatten wir ein kleines Plus, wir waren spielbestimmend. Es gab zwar nicht so viele Torchancen, aber wir hatten das Spiel unter Kontrolle“, sagte der 30-Jährige und ergänzte: „Mit einem Spieler weniger war es dann natürlich schwer – gerade gegen Freiburg, die spielstark sind, einen guten Trainer und immer eine Antwort haben. Deshalb können wir am Ende mit dem Punkt zufrieden sein.“

Fährmann war in der Hinrunde Schalkes Nummer eins

Auf die Frage, ob er damit rechnet, am Mittwoch im Tor zu stehen, wenn der englische Meister Manchester City um 21 Uhr im Achtelfinale der Champions League auf Schalke zu Gast ist, antwortete Ralf Fährmann: „Ich kann dazu nichts sagen, weil ich es selber nicht weiß und mir auch nichts gesagt wird.“ Der Torwart sagte außerdem: „Jeder wünscht sich natürlich, dass er spielt. Aber man kann es nicht beeinflussen.“ Trainer Domenico Tedesco hatte sich zu Beginn der Rückrunde für einen Wechsel auf der Torwartposition ausgesprochen und Alexander Nübel statt Fährmann das Vertrauen ausgesprochen. Tedescos Begründung: Fährmann, in der Hinrunde Schalkes Nummer eins, sei im Kopf nicht frei. Nübel sah dann vor zwei Wochen im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach (0:2) aber wegen einer Notbremse die Rote Karte und bekam eine Sperre von zwei Ligaspielen aufgebrummt. Er fehlte deshalb am vergangenen Samstag beim 1:3 bei Bayern München ebenso wie im Heimspiel gegen Freiburg.

Dass Manchester City im Duell gegen Schalke der große Favorit auf den Einzug in die nächste Runde ist, weiß auch Ralf Fährmann: „Sie sind nicht nur europaweit, sondern weltweit eines der besten Teams. Sie sind einfach überragend. Wir müssen an diesem Tag über uns hinauswachsen und hoffen, dass ManCity schwächelt.“ Sein Rat an die Mitspieler: „Wir müssen nüchtern an das Spiel herangehen und wenn uns kleine Schwächen geboten werden, da zu sein. Im Fußball ist dann alles möglich.“

Sané kehrt mit Manchester City nach Schalke zurück

Ralf Fährmann ist einer der wenigen Spieler im Schalker Team, die noch mit Leroy Sané zusammengespielt haben. Der Nationalspieler hat als ganz junger Spieler und dann noch einmal von 2011 bis 2016 auf Schalke gespielt, bevor er für über 50 Millionen Euro zu Manchester City gewechselt ist. Kontakt zu seinem ehemaligen Mitspieler aufgenommen habe Fährmann noch nicht. Er sagt aber: „Leroy freut sich genauso aufs Wiedersehen wie wir und jeder Fan. Wir Deutschen können stolz sein, so einen Spieler zu haben. Er hat eine überragende letzte Saison gespielt.“

Ralf Fährmann weiß, dass Leroy Sané am Mittwochabend nur zu stoppen sein wird, wenn Schalke kompakt gegen den 23-Jährigen, der sich ebenso wie Fährmann in der Schalker Knappenschmiede das Rüstzeug für den Profifußball geholt hat, verteidigt. „Wir werden versuchen, ihn taktisch zu stellen und schon bei der Ballannahme zu stören. Wenn man Leroy ins Rollen kommen lässt, wird es schwer.“

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