Schalke

Schalke: Ultras Gelsenkirchen verzichten auf Stadionbesuch

Bis dahin ist es noch ein weiter Weg: Eine prächtig gefüllte Schalker Fankurve - im Moment wie ein Bild aus einer anderen Zeit.

Bis dahin ist es noch ein weiter Weg: Eine prächtig gefüllte Schalker Fankurve - im Moment wie ein Bild aus einer anderen Zeit.

Foto: Daniel Reinhardt / dpa

Gelsenkirchen.  Schalke 04 begrüßt die Teil-Zulassung von Zuschauern - eine prominente Fangruppierung kündigte nun an, sich aber nicht um Tickets zu bewerben.

Die Politik hat den Weg zum Wiedereinlass von Fans geöffnet. Auch der FC Schalke 04 will in Kürze mitteilen, wie er dabei konkret vorgehen will. Die Ultras Gelsenkirchen (UGE) haben aber für sich bereits entschieden, dass sie die Heimspiele der Königsblauen vorerst nicht besuchen werden, obwohl bis zu 20 Prozent der Plätze in der Arena wieder geöffnet werden. Das teilten sie in einer auf ihrer Homepage veröffentlichten Stellungnahme mit.

"Fußball steht für Leidenschaft, für das Ausgelassene. Aber wenn es nicht mal möglich ist, seinen Sitznachbarn bei einem Tor der eigenen Mannschaft zu umarmen, ist spätestens der letzte Funken Emotionen erloschen" erklären die Ultras ihre Entscheidung. "Ebenso wird durch das Auswahlverfahren, wer eines der wenigen Tickets erhält, eine Zwei- oder sogar Dreiklassengesellschaft unter den Anhängern geschaffen. Dass Gästefans dabei ganz ausgeschlossen werden, ist dann wohl die Spitze des Ganzen. Mit dem Fußball wie wir ihn kennen, hat dies nichts zu tun."

Kein Stadionbesuch als Gruppe

Deshalb wolle man der Arena erstmal fernbleiben. "'Tausend Freunde, die zusammensteh’n ist eine Liedzeile, die Schalker aller Generationen verbindet und die wir nun mehr denn je wörtlich nehmen. Egal ob jung ob alt, egal ob groß ob klein, zusammen sind wir der FC Schalke 04 e.V. Zumindest auf Seiten der Fans werden wir daher solidarisch sein und haben uns unter den aktuellen Umständen vorerst dafür entschieden, die Spiele als Gruppe nicht zu besuchen" teilte die "UGE" mit.

Die Ultras befürchten, dass die Klubs nun Dinge wie die Personalisierung der Tickets oder die Abschaffung von Stehplätzen quasi durch die Hintertür einführen wollen.

In einem Gespräch mit RevierSport hatte der Leiter des Dortmunder Fanprojektes Thilo Danielsmeyer erklärt, dass sich wohl auch die Ultragruppierungen des BVB dem Stadion in Dortmund fernhalten werden.

Leserkommentare (5) Kommentar schreiben