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Schalkes Caligiuri erlebt gegen Frankfurt hitzige Rückkehr

Daniel Caligiuri (rechts) zeigte es Schiedsrichter Sascha Stegemann an: Es war die Schulter.

Daniel Caligiuri (rechts) zeigte es Schiedsrichter Sascha Stegemann an: Es war die Schulter.

Foto: Ina Fassbender

Gelsenkirchen.   Vier Wochen nach seiner Verletzung spielt der Rechtsverteidiger von Schalke 04 wieder. Beim 1:2 gegen Frankfurt war er an allen Toren beteiligt.

Nur vier Wochen nach der schweren Verletzung, nach dem Riss der vorderen Syndesmose, hat Daniel Caligiuri am Samstag sein Comeback gegeben. Schalkes Rechtsverteidiger spielte bei der 1:2-Heimniederlage gegen Eintracht Frankfurt 90 Minuten und leitete das 1:1 durch Suat Serdar ein, in dem er in der 21. Minute einen Freistoß von der rechten Seite scharf vor das Tor brachte.

Allerdings war der 31-Jährige auch an beiden Gegentoren beteiligt. Das 0:1 nach 13 Minuten wurde über seine rechte Abwehrseite eingeleitet, da sah er nicht gut aus. Und vor dem Frankfurter Siegtreffer in der Nachspielzeit war es Daniel Caligiuri, der den Ball im eigenen Strafraum mit der Hand spielte, so dass Schiedsrichter Sascha Stegemann auf Elfmeter entschied.

Diskussionen nach Elfmeterpfiff für Frankfurt

Luka Jović verwandelte sicher, und Frankfurt war der Sieger einer ziemlich turbulenten Partie auf Schalke. Die Elfmeter-Entscheidung war definitiv die meist diskutierte der Spiels. Daniel Caligiuri hat dazu eine klare Meinung – und die deckt sich nicht mit der des Unparteiischen: „Kein Elfmeter aus meiner Sicht. Durch den Schubser verliere ich erstens das Gleichgewicht. Und zweitens geht der Ball erst an mein Oberarm oder die Schulter und von dort aus an meine Hand.“ Der ehemalige Wolfburger beharrte darauf, dass Frankfurts Kapitän David Abraham ihm zuvor einen Stoß verpasst hat. Deshalb habe er das Gleichgewicht verloren. Für Daniel Caligiuri: ein klares Foulspiel.

Sascha Stegemann ließ die Partie zunächst weiterlaufen und entschied erst nach der Analyse der Fernsehbilder in der Review Area auf Strafstoß. Daniel Caligiuri beschrieb die kuriosen Minuten in der Nachspielzeit wie folgt: „Der Schiedsrichter wollte sich die Szene erst anschauen. Danach hat er mich zu sich gerufen. Ich habe gedacht, dass er meine Meinung zu der Situation hören wollte. Dann hat er nur gesagt: Sei nicht geschockt, es gibt Elfmeter.“

Dass Daniel Caligiuri nur einen Monat nach der Partie bei Werder Bremen, in der ihn Werders Stürmer Fin Bartels böse foulte, wieder auflaufen konnte, überraschte ihn selbst ein wenig. „Ich liebe das Risiko. Auch auf dem Spielfeld gehe ich gerne ins Risiko“, sagte er und ergänzte: „Ich habe mich gut gefühlt, habe in der vergangenen Woche noch viel Laufarbeit gemacht und auch im Training viele Zweikämpfe geführt. Man ist vielleicht noch etwas vorsichtiger im Training, aber im Spiel blende ich das aus.“

Caligiuri lobt Schalke-Fans und Mentalität

Dennoch betrat er die Interview-Zone in der Veltins-Arena nach dem Spiel mit dick bandagiertem Knöchel. Es folgte aber prompt die Entwarnung: „Der Knöchel hat gehalten. Ich habe 90 Minuten durchgespielt. Aber natürlich muss der Fuß nach dem Spiel behandelt werden. Es sind seitdem erst vier Wochen vergangen. Zum Glück bin ich schon so weit. Das hätte wahrscheinlich niemand gedacht.“

Niemand gedacht hat wahrscheinlich auch, dass Schalke sechs Spieltage vor dem Saisonende nur fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz hat, sich also in Abstiegsgefahr befindet.

Daniel Caligiuri nimmt aus der Niederlage gegen Frankfurt aber etwas Positives mit in den Abstiegskampf: „Jeder hat gesehen, dass wir als Team gearbeitet haben, dass wir eine gute Mentalität gezeigt haben. Das hat man auch an der Reaktion der Fans gesehen, die uns 90 Minuten toll unterstützt haben. Sie haben gemerkt, dass wir, wie in alten Zeiten, alles raushauen und versuchen, das Spiel zu gewinnen.“

Schon am Freitag wartet die nächste Aufgabe auf Daniel Caligiuri und sein Team. Um 20.30 Uhr ist Schalke beim 1. FC Nürnberg zu Gast. Die Franken stehen noch schlechter da: mit 17 Punkten auf Rang 17. Daniel Caligiuri ist sich sicher: „Wenn wir so spielen wie gegen Frankfurt, gewinnen wir.“

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