Schalke

Schalkes Jonas Carls erlebt ein trauriges Profidebüt

Schalkes Jonas Carls spielte gegen die TSG Hoffenheim 90 Minuten Linksverteidiger.

Schalkes Jonas Carls spielte gegen die TSG Hoffenheim 90 Minuten Linksverteidiger.

Foto: firo Sportphoto/ Jürgen Fromme

Gelsenkirchen.   Schalkes Jonas Carls stand gegen Hoffenheim zum ersten Mal in der Startelf. Aber auch der U23-Spieler konnte die 2:5-Niederlage nicht verhindern.

Dreimal zuvor stand Jonas Carls bereits im Kader der Schalker Profis. Zum Einsatz kam der Linksverteidiger aber weder beim Pokal-Aus gegen den SV Werder Bremen noch in der Bundesliga beim 1:2 im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt oder beim 1:1 beim 1.FC Nürnberg. Am Samstag, als der FC Schalke 04 die TSG Hoffenheim in der Veltins-Arena empfing, überraschte Trainer Huub Stevens wohl nicht nur die Fans, als er den 22-Jährigen von Beginn an aufstellte. Jonas Carls ersetzte den zuletzt formschwachen Bastian Oczipka, der nach der Suspendierung des marokkanischen Nationalspielers Hamza Mendyl der einzige etatmäßige Linksverteidiger im Profikader ist. Eigentlich wird Jonas Carls im Kader der U23 gelistet, die in der Oberliga Westfalen um Punkte spielt. 20 Mal kam er in dieser Saison in der 5.Liga zum Einsatz.

Seit Stevens‘ Amtsantritt Mitte März trainiert der ehemalige Leverkusener und Nürnberger Nachwuchsspieler aber regelmäßig bei den Schalker Profis mit. Mit guten Leistungen hat er sich empfohlen. Von seiner Nominierung erfuhr der gebürtige Haaner erst in der Besprechung vor dem Spiel. „Es war natürlich aufregend. Aber da ich schon mit der Mannschaft trainiert habe, hat mich das ein bisschen beruhigt. Die Jungs waren für mich da“, sagte Jonas Carls nach dem Spiel. Einen Grund zum Feiern hatte nach der deutlichen 2:5-Klatsche gegen die Hoffenheimer aber auch er nicht. „Ich bin sehr traurig Es ist immer schlimm, wenn man so hoch verliert. Wir haben uns viel vorgenommen. Aber so ist der Fußball“, sagte Carls. Auf die Frage nach den Gründen für die deutliche Niederlage antwortete er: „Das hat mehrere Gründe. Wir können Fußball spielen. Das hat man in gewissen Phasen gesehen. Uns hat auch das Quäntchen Glück gefehlt.“

Jonas Carls kam im Sommer 2017 aus Nürnberg nach Schalke

Carls, der in der Jugend von Bayer 04 Leverkusen ausgebildet wurde und im Sommer 2017 aus der zweiten Mannschaft des 1. FC Nürnberg nach Schalke kam, spielte in der ersten Halbzeit zunächst auf der linken Seite in der Fünferkette. Stevens‘ Umstellung auf Viererkette im zweiten Durchgang bereitete ihm keine Probleme. Im Gegenteil: „Ich bin die Viererkette aus der zweiten Mannschaft gewohnt. Ich habe mich der Sache angenommen und versucht, mein Bestes zu geben. Ich hoffe, dass man das gesehen hat.“

Engagiert war der Auftritt von Jonas Carls allemal. Aber auch er hatte Schwierigkeiten, wenn die flinken Hoffenheimer in den Angriffsmodus schalteten. Vor dem 1:3, das nur fünf Minuten nach dem Schalker Anschlusstreffer durch Daniel Caligiuri fiel, ließ Jonas Carls Ishak Belfodil auf der linken Seite zu viel Platz und verteidige zu passiv. Der TSG-Stürmer konnte unbedrängt flanken und der Ex-Schalker Adam Szalai per Kopf für die Vorentscheidung sorgen.

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