Sidney Sam

Sidney Sam: „Auf Schalke hatte man keine Geduld mit mir“

Sidney Sam - hier noch im Trikot des VfL Bochum.

Sidney Sam - hier noch im Trikot des VfL Bochum.

Foto: firo

Essen.  Sidney Sam ist seit seinem Vertragsende beim VfL Bochum vereinslos. Der Ex-Spieler des FC Schalke sieht sich aber noch auf Topniveau.

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Sidney Sam ist momentan vereinslos. Im Sommer lief der Vertrag des ehemaligen Fußball-Nationalspielers beim Zweitligisten VfL Bochum aus. Anschließend erhielt der 31-Jährige laut eigener Aussage einige Angebote.

So scheiterte zuletzt ein Wechsel zum belgischen Spitzenklub RSC Anderlecht. „Die finanziellen Vorstellungen gingen einfach zu weit auseinander. Das Angebot des Klubs hat für mich nicht gepasst“, sagte der Angreifer in einem Interview mit der Sport-Bild. Sam erklärte, er müsse sich nicht unter Wert verkaufen.

Im Training bei der U19 des BVB

Der Profi, der sich aktuell bei Borussia Dortmunds U19 fit hält, spielte zuletzt zwei Jahre für die Bochumer in der 2. Liga. Trotzdem glaubt er noch, dass er die Klasse für die Bundesliga hat. „Außer Bayern und Dortmund kann ich allen Mannschaften in der Bundesliga sofort weiterhelfen“, sagte Sam.

Seine letzte Partie in Deutschland Topklasse bestritt er im Mai 2017. Damals trug er das Trikot von Darmstadt 98. Der FC Schalke 04 hatte Sam nach Hessen verliehen.

An die Zeit bei den Königsblauen denkt der vertragslose Spieler übrigens nicht gerne zurück. Sam: „Es ist alles negativ gelaufen auf Schalke für mich. Dort herrscht ein ganz anderer Druck als bei anderen Klubs. Das habe ich vom ersten Tag an zu spüren bekommen. Ich kam als Königstransfer, hatte aber gleich zu Beginn mit einigen Verletzungen zu kämpfen. Danach bekam ich nie mehr die Chance zu zeigen, was ich wirklich kann.“ Sein Fazit lautet: „Auf Schalke hatte man keine Geduld mit mir.“

Von Heldt aus Leverkusen geholt

Während seiner zweieinhalb Jahre beim Ruhrgebiets-Klub kam Sam auf nur 13 Bundesliga-Einsätze. Sportvorstand Horst Heldt hatte ihn seinerzeit verpflichtet. Schalke zog damals eine Ausstiegsklausel. Sam konnte Bayer Leverkusen für eine geringe Ablösesumme verlassen.

Bei den Rheinländern war er zum Nationalspieler gereift. „Wenn ich mich damals in Leverkusen, wo ich eine ganz starke Hinrunde gespielt habe, nicht verletzt hätte, wäre ich 2014 mit zur WM nach Brasilien gefahren und Weltmeister geworden.“

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