Schalke 04

Stevens baut seine Schalker Verlierer vor dem Derby auf

Schalke-Trainer Huub Stevens

Schalke-Trainer Huub Stevens

Foto: firo

Gelsenkirchen.  Schalkes Trainer versucht sich nach der schlimmen 2:5-Demontage gegen Hoffenheim vor dem schweren Spiel bei Borussia Dortmund als Wachrüttler.

Schalkes Trainer Huub Stevens hat durchaus Humor. Auf die Frage, ob er sich auf den Revier-Kracher am kommenden Samstag (15.30 Uhr/ARD und Sky) freut, sagt der 65-Jährige: „Ich freue mich so. So einen Glanz habe ich über mir, weil ich mich darauf freue.“ Dazu zeigte Stevens sein charmantestes Lächeln. Mehr Ironie geht nicht.

Schalke-Spieler ohne Selbstvertrauen

Nach der 2:5-Demontage gegen die TSG Hoffenheim, bei der Daniel Caligiuri (60./Foulelfmeter) und Guido Burgstaller (90.) die Schalker Tore erzielten, fahren die Königsblauen ohne jegliches Selbstvertrauen zum Erzrivalen. „Wenn es zwischen den Ohren nicht gut sitzt, dann geht es auch in die Beine. Das ist ganz normal“, sagt Stevens über die allgemeine Verunsicherung, die in seinem Team herrscht. „Der Kopf“, sagt Führungsspieler Daniel Caligiuri, „spielt eine entscheidende Rolle. Wir müssen weiter an uns glauben.“

Stevens leistet strategische Aufbauarbeit

Stevens sieht trotz der prekären Lage keinen Anlass, den Stab über seinen limitierten Kader zu brechen. Ganz im Gegenteil. Er leistet strategische Aufbauarbeit. „Ich habe eine Mannschaft vorgefunden, mit der ich jetzt arbeite. Ich vertraue ihr. Das tue ich noch immer. Dass die Situation nicht einfach ist, habe ich auch gesagt“, so Stevens. Das kurze Retter-Gastspiel auf Schalke bezeichnet er nach wie vor als seine „schwierigste Aufgabe.“ Vier Punkte hat der S04-Jahrhunderttrainer bisher in fünf Begegnungen unter seiner Leitung geholt.

„Ich hoffe, die Augen sind offen“

Der Liga-Endspurt bringt auswärts mit Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen noch zwei dicke Brocken. Zuhause muss Schalke gegen den Fünftletzten FC Augsburg und den Drittletzten VfB Stuttgart ran. „Ich hoffe, dass bei allen die Augen offen sind. Und ich hoffe, dass jeder verstanden hat, wie ernst die Lage ist. Wenn einer meint, dass es unterschätzt wird, dann denke ich nicht, dass wir hier richtig sind. Damit meine ich auch bestimmte andere Leute und nicht nur Spieler“, so Stevens. Damit ließ er reichlich Raum für Spekulationen. Den Schalke-Fans muss angst und bange werden vor dem Derby

Stevens, der wohl in den kommenden Partien auf Yevhen Konoplyanka (Oberschenkelverletzung) verzichten muss, lässt nichts unversucht, um sein Team in der Liga zu halten. Allerdings droht Schalke immer mehr die Basis zu verlieren. Zuhause gab es schon zehn Pleiten. „Ich verstehe eigentlich nicht, warum man sich mit diesen Fans im Rücken nicht in jedem Spiel voll reinhängen kann“, wunderte sich Hoffenheims Nadiem Amiri nach dem 5:2 auf Schalke. Das zu ergründen, dürfte eine von unzähligen Aufgaben sein, die Schalkes Sportliche Leitung im Sommer lösen muss.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben