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Tedesco: So kann Schalke den FC Bayern packen

Schalke-Trainer Domenico Tedesco

Schalke-Trainer Domenico Tedesco

Foto: firo

Gelsenkirchen.  Vor einer schweren Aufgabe steht Schalke am Samstag beim Spitzenreiter FC Bayern. Trainer Domenico Tedesco verriet seine taktischen Überlegungen.

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Eine Kampfansage kam von Schalke-Trainer Domenico Tedesco vor dem schweren Auswärtsspiel am Samstag beim Tabellenführer FC Bayern München (18.30 Uhr, live in unserem Ticker). "Wir fahren definitiv nach München, um drei Punkte zu holen - sonst könnten wir in Gelsenkirchen im Bett liegen bleiben", sagt Tedesco. Drei Punkte will eigentlich jeder Fußballtrainer in jedem Spiel holen - von der Champions League bis zur Kreisliga C. Mutig ist die Aussage trotzdem: In der Rückrunde schwächelt Schalke, der FC Bayern gewann von 21 Spielen unter Trainer Jupp Heynckes 20.

Schalke-Trainer Tedesco: "Wir müssen mutig spielen"

Von Tedesco gibt es deshalb eine Menge Lob für die Bayern. Dennoch verriet Tedesco, mit welchen Mitteln sein Team aus München Punkte entführen kann. "Wir müssen mutig spielen. Du brauchst Ballbesitz-Anteile, auch in München. Das wird schwer, weil sie dich zustellen, weil sie hoch pressen, weil sie es intelligent machen - mit viel Power und kleinen Rauten versuchen sie, die Passwege zu schließen und dich zu langen Bällen zu zwingen. Das ist ein wichtiger Aspekt. Wir müssen durch lange Bälle auch die zweiten Bälle gewinnen, um dann in Ballzirkulationen zu kommen. Wir müssen trotzdem auch mutig von hinten heraus spielen, um atmen zu können, weil Bayern dich daheim erdrücken möchte. Im Defensivspiel musst du clever sein - in gewissen Situationen mannorientiert, in anderen raumorientiert. Auf der ballnahen Seite müssen wir gut verschieben, Möglichkeiten der Spielverlagerung unterbinden. Es sind ganz, ganz viele Aufgaben", sagte er bei einer Pressekonferenz am Freitagmorgen.

Gut möglich, dass Tedesco sein System ändert. Normalerweise setzt Tedesco auf eine Dreierkette. Diesmal wird er ohnehin zu einer Umstellung gezwungen, da Matija Nastasic wegen einer Gelb-Rot-Sperre fehlt. Die wahrscheinlichste Variante: Benjamin Stambouli rückt auf der rechten Seite in der Innenverteidigung ins Team, Thilo Kehrer nach links. Naldo bleibt im Zentrum der Abwehrchef. Möglichkeit zwei ist eine Umstellung auf eine Viererkette - das brachte Tedesco selbst ins Spiel. Dann wären Kehrer (rechts) und Bastian Oczipka (links) die Außenverteidiger, Stambouli und Naldo würden im Zentrum verteidigen. Am Samstagmorgen bittet Tedesco noch zu einer Trainingseinheit, um die Taktik einzuüben. "Am Morgen vor einem Abendspiel brauchst du noch eine Aktivierung."

Dennoch sagt Tedesco: "Unabhängig wie und mit welchem System man spielt, muss man gewisse Chancen in Kauf nehmen, diese überleben - und dann hast du eine Chance." Das 18-Mann-Aufgebot der Königsblauen ändert sich im Vergleich zum Pokalspiel gegen Wolfsburg (1:0) am Mittwoch nicht. Winter-Zugang Abdul Rahman Baba benötigt noch etwas Zeit, um fit für die Bundesliga zu sein.

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