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Torwart Fährmann über Schalke-Talent: "Ahmed tut uns gut"

Schalke-Torwart Ralf Fährmann voll konzentriert im Einsatz.

Schalke-Torwart Ralf Fährmann voll konzentriert im Einsatz.

Foto: Getty

München.  Kapitän Ralf Fährmann konnte die Schalker Niederlage beim FC Bayern nicht verhindern. Er lobt den Torschützen Kutucu - ein anderer tut ihm leid.

Ralf Fährmann kam nach der 1:3-Niederlage im Topspiel des 21. Spieltags beim FC Bayern München mit einem Teller voll Nudeln und Reis aus der Kabine. Der Schalker Torwart hatte nicht nur großen Hunger, sondern er hatte es auch eilig. Die Mannschaft flog noch am Samstagabend vom Münchener Flughafen zurück ins Ruhrgebiet.

Nein, Ralf Fährmann, der wegen der Rotsperre von Alexander Nübel im Tor der Königsblauen stand, traf keine Schuld an der Niederlage beim Rekordmeister. Im Gegenteil: Mit starken Paraden verhinderte er vor allem im ersten Durchgang noch Schlimmeres. Bei den drei Gegentoren war der 30-Jährige chancenlos. Zuerst war es der eigene Mann, Innenverteidiger Jeffrey Bruma, der ihn bereits nach elf Minuten überwand. Nach dem zwischenzeitlichen 1:1 durch Ahmed Kutucu (25.) legte prompt Bayerns Top-Torjäger Robert Lewandowski nach.

Bayern lässt einige weitere Chancen liegen

„Er wartet sehr lange. Ich habe versucht, so lange wie möglich oben zu bleiben und mich groß zu machen. Dann haut er den Ball an meinem Arm vorbei ins Tor“, beschreibt Fährmann das 13. Saisontor des polnischen Nationalspielers. Als Serge Gnabry während einer kurzen Schalker Drangphase in der 57. Minute zum 3:1 traf, war das Spiel so gut wie entschieden. „Es waren vermeidbare Gegentore, das macht es natürlich umso bitterer“, sagte Fährmann nach dem Spiel und ergänzte: „Aber wenn man ehrlich ist, hätte Bayern auch noch eine Schippe drauflegen können, wenn die Tore nicht gefallen wären. Ich weiß gar nicht, wieviel Prozent an Ballbesitz die Bayern hatten. Und sie haben auch noch einige Chancen liegen gelassen.“

Vor allem vor dem 1:3 aus Sicht der Schalker lag der Ausgleich in der Luft. Auch Fährmann kann sich vorstellen, dass das Spiel im Falle eines Schalker Tores zum 2:2 hätte kippen können. Die beste Chance vergab Weston McKennie, als er nach 53 Minuten den Pfosten traf. Ob das Tor gezählt hätte, ist aber unwahrscheinlich, weil der US-Amerikaner im Abseits stand. „Die Hoffnung hatten wir immer. Aber wenn man 1:3 verliert und dann sagt, Bayern hat gewankt, wäre das ein bisschen unglaubwürdig“, sagte Fährmann.

Fährmann über Rudy: "Natürlich tut es mir leid für ihn"

Zur frühen Auswechslung von Sebastian Rudy, den Schalkes Trainer Domenico Tedesco nach schwachem Auftritt an alter Wirkungsstätte schon nach 33 Minuten vom Feld nahm, sagte der Keeper: „Natürlich tut es mir leid für ihn. Vor allem, weil er auch hier gespielt hat. Er hätte gerne ein anderes Gesicht gezeigt.“

Lobende Worte fand Ralf Fährmann hingegen für Ahmed Kutucu, der wie schon beim Sieg im Achtelfinale des DFB-Pokals am Mittwoch gegen Fortuna Düsseldorf, auch in München ein Tor erzielte. „Ahmed tut uns gut. Er hat diese Unbekümmertheit, diese Frische. Es freut mich für ihn, dass er wieder ein Tor gemacht hat.“, sagte Fährmann, der genauso sie Ahmed Kutucu in der Schalker Jugendabteilung, der Knappenschmiede ausgebildet wurde.

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