Schalke-Torwart

Für Ulreich ergibt ein Nübel-Wechsel zu Bayern "keinen Sinn"

Heiß begehrt: Schalke-Torhüter Alexander Nübel.

Heiß begehrt: Schalke-Torhüter Alexander Nübel.

Foto: Bernd Thissen / dpa

Gelsenkirchen  Bayerns Ersatz-Torhüter Sven Ulreich glaubt nicht daran, dass Alexander Nübel Schalke 04 verlassen und nach München wechseln wird.

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Wird Schalkes Nummer zwei bald Bayerns Nummer zwei? Geht es nach Sven Ulreich, der beim FC Bayern München derzeit Ersatzmann für den in dieser Saison so oft verletzten Manuel Neuer war, ergibt ein Wechsel des 22 Jahre alten Torhüters des abstiegsbedrohten Revierklubs FC Schalke 04 derzeit keinen Sinn.

Das betonte Ulreich gegenüber dem Magazin Sport Bild und bezog sich damit auf das kursierende Gerücht, der Serienmeister würde schon seit zwei Jahren an einer Verpflichtung des jungen Keepers arbeiten. „Ich glaube nicht, dass Alexander Nübel als Nummer zwei herkommen möchte, wenn er bei Schalke spielen kann“, sagte der 30-Jährige. Damit widerspricht er Sky-Experte Dietmar Hamann, der dem jungen S04-Keeper geraten hatte, ein Trainingsjahr mit dem ehemaligen Schalke-Schlussmann Neuer einer Saison als Stammspieler bei den Königsblauen vorzuziehen.

Nübel stand in dieser Spielzeit in 14 Partien in der Startelf der Schalker, verdrängte damit Kapitän Ralf Fährmann aus dem Tor. Das Anspruchsdenken des gebürtigen Paderborners ist demnach hoch. Grund genug für Ulreich, dem Bayern-Gerücht nicht allzu viel Wahrheitspotential einzuräumen: „Wenn er kommen würde, will er spielen. Deswegen macht es aus meiner Sicht keinen Sinn, Manuel hat einen Vertrag und ist absolut unumstritten.“

Kommt doch ein Ersatzmann mit Stallgeruch?

Aber: Neuer, der wie Ulreich bis 2021 an die Bajuwaren gebunden ist, hatte in den vergangenen Jahren immer wieder Verletzungssorgen. Sogar seine Einsätze bei den Weltmeisterschaften 2014 und 2018 waren deswegen gefährdet. Gut möglich, dass die Bayern-Bosse einem Panik-Transfer vorbeugen und deshalb einen hoch veranlagten Torhüter mit Perspektive verpflichten wollen.

Einen wie Nübel eben – oder aber Christian Früchtl, der bereits beim FC Bayern München unter Vertrag steht. Der 19-Jährige hat an der Isar noch einen Vertrag bis 2020. Der Wunsch der Funktionäre des Rekordmeisters: Das Arbeitspapier soll ausgedehnt werden.

Entscheiden sich die Münchner also für die Option mit Stallgeruch? Angeblich, so Ulreich gegenüber Sport Bild, plane der Rekord- und amtierende Meister auf der Torhüter-Position gar keine Installation eines alternativen Neuer-Ersatzes. „Mit mir hat niemand gesprochen. Aber mich betrifft das Thema nicht, deswegen mache ich mir keine Gedanken“, erklärte Bayerns Nummer zwei.

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