2. Bundesliga

Bochum holt erneut 0:2-Rückstand auf – 2:2 gegen Dresden

Cristian Gamboa kam mit dem VfL Bochum gegen Dynamo Dresden zu einem 2:2.

Cristian Gamboa kam mit dem VfL Bochum gegen Dynamo Dresden zu einem 2:2.

Foto: Christof Koepsel / Bongarts/Getty Images

Bochum.  Der VfL kann in dieser Saison an der Castroper Straße nur Spektakel. Gegen Dresden hieß es zum Einstand von Thomas Reis zunächst 0:2, am Ende 2.2.

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Der VfL Bochum bleibt das Rückkehrer-Team der 2. Bundesliga. Zum Einstand von Thomas Reis als Cheftrainer des VfL gab es im Ruhrstadion wieder Spektakel und nach einem 0:2-Rückstand ein 2:2 (0:0) gegen Dynamo Dresden. Die Bochumer zeigten gute Ansätze, gaben das Spiel dann zunächst leichtfertig aus der Hand, um dann mit großem Willen noch zum Ausgleich zu kommen. Am Ende wäre sogar an dem Tag, an dem Vereinslegende Ata Lameck seinen 70. Geburtstag feierte, der erste Heimsieg der Saison möglich gewesen.

So aber wartet Bochumer weiter genau darauf. Das Team hat mit erst drei Punkten den schlechtesten Saisonstart der Vereinsgeschichte hingelegt und stellt mit 14 Gegentoren die derzeit zweitschlechteste Abwehr der 2. Bundesliga. Nur Aufsteiger Wehen-Wiesbaden hat noch mehr Gegentore bekommen.

Eine intakte Mannschaft

Reis aber wollte das Gute im Schlechten sehen. „Das habe ich ja schon nach der Trainingswoche gesagt. Die Mannschaft ist intakt, da stand ein Team auf dem Platz.“

An der defensiven Stabilität seines Teams muss auch er weiter arbeiten. So sah er auch bei den Gegentoren leichte Fehler seines Teams. „Gerade beim 0:2 haben wir nicht optimal verteidigt.“ Er hatte in der Trainingswoche, seiner ersten als Chef beim VfL, offensichtlich sehr genau hingesehen. Er hatte in jedem Fall andere Spieler in der Startformation gesehen als seine Vorgänger Robin Dutt und Heiko Butscher. Mit Thomas Eisfeld über die linke Seite kommend anzufangen, war dann aber doch eine Überraschung. Eisfeld vermittelte nicht den Eindruck, an diesem Tag dort der richtige Spieler zu sein. Reis aber wollte mit ihm und Pantovic genau auf den Positionen ballsichere Spieler haben. „Wir wollten in die Halbräume kommen.“

Wenige Chancen im ersten Abschnitt

Das schaffte auf der anderen Mittelfeldseite Milos Pantovic etwas besser. Er machte ein besseres Spiel als zuletzt gegen Wehen-Wiesbaden. Das war einerseits nicht so schwer, weil er da nicht gut spielte. Andererseits drängte auch er sich nicht zwingend für den zweiten Durchgang auf. Er spielte dann aber durch.

Im Gegensatz zu Sebastian Maier. Er war bereits in den ersten Spielen der Saison immer einer der besseren Bochumer gewesen. Auch gegen Dresden war er lange Zeit der auffälligste Akteur. Die Dresdener versuchten ihn durch Härte zu stoppen. Maier ließ sich nicht beeindrucken, musste dann aber als erster runter. Einige gute Angriffe liefen über ihn. Zwingend vor dem Dresdener Tor wurde es dennoch kaum. Pantovic verzog von rechts mit rechts. Ganvoula schoss aus zentraler Position rechts vorbei.

Dresden macht das Tor

Immerhin aber mussten die Bochumer diesmal erneut kein Gegentor im ersten Abschnitt hinnehmen. Gegen Wehen-Wiesbaden mussten sie ein 0:3 drehen, gegen Bielefeld lagen sie erst nach dem Wechsel mit 0:2 hinten, um dann auszugleichen. Gegen Dresden vermittelte das Team im ersten Abschnitt den Eindruck, Spiel und Gegner im Griff zu haben. Die Spieler setzten das um, was Reis bereits in der Trainingswoche gefordert hatte: drauf gehen, den Gegner nerven. Das Tor machten dann doch die Dresdener.

62 Sekunden benötigten sie nach dem Wechsel dazu. Dass das Tor über die rechte Bochumer Abwehrseite fiel passte dabei nicht ins Bild. Cristian Gamboa hatte im ersten Abschnitt überzeugt, in dieser Szene war er zu aber ebenso weit weg vom Gegenspieler wie in der Mitte Simon Lorenz. Alexander Jeremejeff konnte zum 1:0 einschieben. Als nach 63 Minuten der eingewechselte Moussa Koné zum 2:0 traf, schien das Spiel bereits entschieden.

Reis kann von der Bank nachlegen

Die Hereinnahme von zunächst Danny Blum, kurz danach Manuel Wintzheimer und schließlich noch Simon Zoller brachten spät eine Besserung ins Bochumer Spiel. „Von der Bank nachlegen zu können war wichtig“, sagte Reis. Erst traf Blum nach Vorlage von Ganvoula zum 1:2 (79.), dann der starke Anthony Losilla nach Blum-Ecke zum 2:2. Damit war er erneut der Schütze des späten Ausgleichs. Beim 3:3 gegen Bielefeld hatte er allerdings ins eigene Tor getroffen.

Bochum - Dresden 2:2 (0:0)
Bochum:
Riemann – Gamboa (80. Zoller), Lorenz, Decarli, Soares – Losilla, Janelt – Pantovic, Maier (61. Blum), Eisfeld (72. Wintzheimer) – Ganvoula
Dresden: Broll – Wahlquist, Burnic, Jeremejeff, Löwe (58. Hamalainen), Klingenburg, Müller, Ebert, Ballas, Atik, Horvath (57. Koné)
Tore: 0:1 Jeremejeff (46.), 0:2 Koné (63.), 1:2 Blum (78.), 2:2 Losilla (85.)

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