VfL Bochum

Bochums Reis-Debüt gegen Dresden steigt noch ohne Celozzi

Freut sich auf seine Premiere als VfL-Trainer: Thomas Reis.

Freut sich auf seine Premiere als VfL-Trainer: Thomas Reis.

Foto: Roland Weihrauch / dpa

Bochum.  Ein Kribbeln spürt Thomas Reis vor seiner Premiere als Trainer des VfL Bochum gegen Dresden. In der Startelf sind kaum Wechsel zu erwarten.

Mit rund 16.000 Fans rechnet der VfL Bochum am Sonntag, wenn die Klub-Legende Michael Ata Lameck seinen 70. Geburtstag im Ruhrstadion feiert und Thomas Reis seinen Einstand gibt: als Trainer eines Profiteams, als Trainer des VfL Bochum. Debütanten-Gast ist Dynamo Dresden. Während die Sachsen nach drei Partien ohne Niederlage ihren Aufwärtstrend fortsetzen wollen, hofft der VfL auf den Trainer-Effekt - und damit auf den ersten Saisonsieg.

Reis weckt zwei Tage vor dem Anpfiff durchaus Hoffnung, ohne allerdings zu überdrehen. Er lobt das Klima im Team, auf dem Platz wie in der Kabine, „die Truppe ist intakt“, sagt Reis. Er habe die Mannschaft in einem „sehr guten Zustand“ übernommen, und in seiner ersten Trainingswoche hätten „alle voll mitgezogen und zugehört“. Wobei er selbst einräumt, dass alles andere auch fatal wäre.

Bei der Startelf sind kaum Änderungen zu erwarten

Was seine ersten Erkenntnisse für die Startelf bedeuten, verriet Reis naturgemäß nicht. Beim Blick auf das Training konnte man da schon mehr erkennen. An der Viererkette wird der neue Trainer festhalten, auch an der Doppelsechs mit Vitaly Janelt und Kapitän Anthony Losilla. Offensiv dürfte weiterhin Sebastian Maier das Vertrauen haben, ganz vorne Silvere Ganvoula.

Auf den Flügeln könnten Simon Zoller und Danny Blum loslegen. Erste Alternative ist Neuzugang Manuel Wintzheimer. Beginnt der 20-Jährige nicht, hätte Reis eine starke Offensiv-Option auf der Bank. Auch als Joker hat Wintzheimer für den Hamburger SV schon entscheidende Tore erzielt, zum Beispiel das 1:1 beim 1. FC Köln in der Vorsaison. Wintzheimer mache jedenfalls einen guten Eindruck, sagte der Trainer. Dies gelte allerdings für viele Spieler seines Kaders.

Celozzi wird sich weiter gedulden müssen

Stefano Celozzi allerdings wird sich vorerst weiter gedulden müssen. Er habe mit dem Ex-Kapitän gesprochen, sagte Reis, „wir sind in ständigem Austausch. Es ist für alle ein Neuanfang, für ihn, für uns.“ Ein Einsatz am Sonntag käme aber noch zu früh, Celozzi benötige noch ein paar Trainingseinheiten. Dies sicherlich auch, weil er zwar meist mittrainiert hat mit dem Team, bei Abschluss-Spielen und in den letzten Einheiten vor den Partien aber bei Reis’ Vorgängern Robin Dutt und Heiko Butscher meist außen vor blieb. Ob Celozzi zum Kader gehört, ließ Reis noch offen.

Auch Armel Bella-Kotchap fällt aus

Definitiv noch nicht dabei sein werden Maxim Leitsch, Tom Weilandt, Chung-Yong Lee und der gesperrte Ulrich Bapoh, zudem hat sich Armel Bella-Kotchap an der Schulter verletzt. Auch der junge Innenverteidiger fällt also aus, kann aber wohl nächste Woche wieder mittrainieren.

Klar ist: Nur ein Sieg würde die Trainerwechsel-Stimmung beflügeln, und als Tabellenvorletzter ist der VfL ja ohnehin in der Bringschuld. Sebastian Schindzielorz, der Sport-Geschäftsführer, sagt zur Stimmung im Umfeld: „Das Grundrauschen ist berechtigterweise kritisch. Die Mannschaft muss den Fans signalisieren, dass sie die Punkte holen will, das geht nur mit Einsatz und Körpersprache.“ Von den Anhängern erhofft sich Schindzielorz die in heikler Lage benötigte Untersützung: „Ich wünsche mir, dass die VfL-Fans der Mannschaft und dem Neustart Offenheit und Vertrauen entgegen bringen.“

So könnten sie spielen

VfL Bochum: Riemann - Gamboa, Decarli, Lorenz, Soares - Janelt, Losilla - Zoller, Maier, Blum - Ganvoula

Reserve: Drewes - Wellers (Celozzi), Fabian, Osei-Tutu, Tesche, Saglam, Pantovic, Wintzheimer

Dresden: Broll - Wahlqvist, Ehlers, Müller - Ebert, Burnic, Hartmann, Löwe - Horvath, Jeremejeff, Atik

Schiedsrichter: Christof Günsch (Magdeburg)

Leserkommentare (3) Kommentar schreiben