1:0-Sieg in Wiesbaden

Bochums Torschütze Zoller zerreißt sich auch für Fabian

Jubel a la Simon Zoller: Bochums Torschütze nach dem 1:0-Treffer in Wiesbaden.

Jubel a la Simon Zoller: Bochums Torschütze nach dem 1:0-Treffer in Wiesbaden.

Foto: Hasan Bratic / dpa

Wiesbaden.  Zielstrebig rannte Bochums Simon Zoller nach seinem 1:0-Siegtreffer in Wiesbaden zu Patrick Fabian. Und erklärte hinterher die Gründe dafür.

Diese Jubelpose begleitet den VfL Bochum bislang durch die zweite Saisonhälfte. Wenn Simon Zoller trifft, zieht es den linken Trikotärmel hoch und spannt den Bizeps an. Den stolz geschwellten Muskel zeigte er im Spiel gegen den Hamburger SV. Da verlor der VfL Bochum mit 1:3. Den Muskel zeigte er dann auch im Spiel gegen Wehen Wiesbaden. Da traf er wieder. Diesmal reichte es zum Sieg. Das machte sein Tor noch wichtiger und lud auch seinen Jubellauf noch mal mehr mit Emotionen auf.

Zielstrebig machte sich Zoller nach seinem Treffer auf den Weg zur Seitenlinie auf. Patrick Fabian kam ihm da schon entgegen, so weit es die Werbebande zuließ. Zoller und Fabian umarmten sich. Es war das besondere Bild bei diesem so wichtigen Sieg des VfL.

Zoller: „Patti fühlt in dieser Situation besonders mit“

„Patti fühlt in dieser Situation besonders mit“, sagte Zoller und versuchte sein Handeln einzuordnen. „Er ist jetzt schon so viele Jahre im Verein und lebt den Verein. Für ihn muss man sich einfach zerreißen.“

Zoller machte das mit einer sehr guten Laufleistung. Als er nach 75 Minuten den Platz verließ, war er völlig ausgepumpt und fertig. Immer wieder hatte er die Wiesbadener Verteidiger angelaufen, hatte sie unter Druck gesetzt. Bisweilen wurde er zum Außenverteidiger. So in einer Szene, als Rechtsverteidiger Cristian Gamboa den Weg nach vorne suchte und dabei den Ball verlor. Zoller bereinigte die Situation, lief den Wiesbadener Angreifer ab und eroberte den Ball zurück.

Decarli zeigt seine beste Leistung im Trikot des VfL Bochum

Zoller spielte stark und erzielte das entscheidende Tor. Zwei weitere Akteure des VfL aber bewarben sich ebenso um den Titel Spieler des Spiels: Torwart Manuel Riemann und Innenverteidiger Saulo Decarli. Riemann zeigte starke Reflexe auf der Linie, Decarli warf sich in jeden Zweikampf und gewann gefühlt jeden. Während Riemann seine starken Leistungen, die er in der Saison bereits gezeigt hat, bestätigte, zeigte Decarli sein bislang bestes Spiel im VfL-Trikot. Der Schweizer, zu dieser Saison zum VfL gekommen, stand mehrfach in der Kritik. Diesmal zeigte er, dass er der gewünschte Stabilisator und Anführer der Verteidigung sein kann.

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