Personalien

Bochum-Trainer Robin Dutt lobt die Mentalität seiner Spieler

Soll auch gegen Kiel über die rechte Seite für Schwung sorgen: Robbie Kruse. Im Zentrum ist Anthony Losilla (r.) ein Antreiber. Foto:Udo Kreikenbohm

Soll auch gegen Kiel über die rechte Seite für Schwung sorgen: Robbie Kruse. Im Zentrum ist Anthony Losilla (r.) ein Antreiber. Foto:Udo Kreikenbohm

Bochum.   Trainer Robin Dutt ist noch angeschlagen, aber die Stammkräfte sind alle fit beim VfL Bochum. Kapitän Stefano Celozzi bleibt wohl im Team.

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Mit lauten Zwischenrufen hält sich Robin Dutt noch zurück im Training am Donnerstag, das lässt die Stimme des weiterhin gesundheitlich angeschlagenen Trainers noch nicht zu. Anweisungen auf leisere und zugleich deutliche Art aber sind möglich, Einzelgespräche wie mit Sidney Sam direkt nach der Einheit sowieso. Und wichtiger ist dem 53-Jährigen ohnehin der Zustand der Mannschaft des VfL Bochum: Alle Leistungsträger der letzten Wochen mischen kräftig mit. „Die Trainingsmentalität ist gut, es geht intensiv zur Sache“, freut sich Dutt über das Engagement seiner Profis nicht nur im Zweitliga-Einsatz, sondern auch in der Vorbereitung darauf. Eine Einstellung, auf die es ankommen kann im Abstiegskampf.

Vor dem Heimspiel mit dem Tabellendritten Holstein Kiel am Samstag stellt Dutt jedenfalls zufrieden fest, dass er - Stand jetzt - aus dem Vollen schöpfen kann, wenn man die Langzeitausfälle abzieht. Zu ihnen gehört - neben Timo Perthel - mittlerweile auch Maxim Leitsch. Eine Prognose für ein Comeback des talentierten Verteidigers mag Dutt jedenfalls noch nicht abgeben.

Gyamerah ist wieder einsatzbereit

Dagegen ist Jan Gyamerah nach rund einer Woche Krankheits-Pause wieder am Ball. Der Rechtsverteidiger dürfte zum Opfer des Erfolges werden, wenn man so will: Für den 22-Jährigen, der eine starke, stabile Saison spielt und auch in den ersten zwei Partien unter Heiko Butscher und dann Robin Dutt überzeugte gegen Darmstadt und in Heidenheim, kam Kapitän Stefano Celozzi zum Zug. Und nutzte seine Chance auf seiner altvertrauten Stammposition, nachdem „Cello“ monatelang im Zentrum und gar als Rechtsaußen fungieren musste. Angesprochen auf ein „Luxusproblem“ auf der Rechtsverteidiger-Position, sagte Dutt: „Solche Luxusprobleme habe ich gerne. Der Kapitän hat seine Sache sehr gut gemacht.“

Celozzi wird wohl in der Startelf bleiben, wie seine übrigen zehn Kollegen auch, wenn nichts weiter passiert. Lukas Hinterseer etwa, der Stürmer, der in Ingolstadt nicht traf, aber trotzdem überzeugte: „Lukas war unglaublich viel unterwegs, er hat ein sehr gutes Spiel gemacht“, lobte Dutt. „Er hatte nur im Abschluss etwas Pech.“

Hinterseer war auch bei Szenen beteiligt, die den Trainer besonders freuten, weil er dort „Trainingsinhalte“ wieder erkannt habe. So resultierte der Flugkopfball von Hinterseer nach einer Flanke von Robbie Kruse aus Übungen auf dem Trainingsrasen.

Mehr Struktur ist gefordert

Natürlich aber waren auch Dutt die Schatten vom Montag nicht entgangen. Die „Struktur“ des VfL-Spiels habe ihm nicht so gut gefallen wie beim 0:0 gegen Nürnberg, die Partie sei „sehr zweikampforientiert“ gewesen. Insgesamt sah er aber eine gute Mannschaftsleistung, und seine Eindrücke aus den letzten Partien und dem Training stimmen ihn zuversichtlich im Abstiegskampf. Neben der Mentalität der Mannschaft, die offensichtlich auch mit Druck umzugehen weiß, sieht er eine gesunde Kombination aus Einsatz und Spielkunst. Dutt: „Kampfgeist zu zeigen und einen guten Ball zu spielen darf sich nicht ausschließen. Die Mischung gefällt mir momentan.“

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