VfL Bochum

Danny Blum soll beim VfL Bochum für Tempo sorgen

Erster Einsatz im neuen Team: Danny Blum beim Trainingsauftakt des VfL Bochum.

Erster Einsatz im neuen Team: Danny Blum beim Trainingsauftakt des VfL Bochum.

Foto: Rainer Raffalski / Funke Foto Services GmbH

Bochum.  Danny Blum ist ein Sprinter-Typ. Der neue Offensivmann hat sich viel vorgenommen - und will mit dem VfL die Großen der 2. Liga ärgern.

Stramme Waden hat er und viele Tattoos an Beinen und Armen, das fällt auf. „Der ist fit“, sagt eine Zuschauerin mittleren Alters beim Trainingsauftakt zu ihrem Sohn. Und zeigt angetan auf Danny Blum. Den neuen Mann fürs Tempo beim VfL Bochum. Und Selbstbewusstsein bringt der 28-Jährige auch mit, wenn er auf die Ziele der gesamten Mannschaft angesprochen wird: „Wir sind nicht so weit von den Aufstiegsfavoriten weg, dass wir nicht auch eine große Mannschaft sein können“, sagt Blum. „Ich will positiv denken, und dann schaut man nach oben.“

Das wichtigste Ziel für Danny Blum: gesund bleiben

Deutlich zurückhaltender, fast schon üblich im modernen Fußball, gibt er sich bei seinen persönlichen Zielen: Von einer Forderung auf einen Stammplatz kann keine Rede sein, allenfalls drückt er seine Ambitionen aus. Das hat ja auch etwas mit seiner Vergangenheit zu tun, wenn er zuallererst sagt: „Ich will gesund bleiben.“ Und, natürlich, „möglichst viel spielen, um der Mannschaft zu helfen.“

In den vergangenen Jahren bei Eintracht Frankfurt und zuvor dem 1. FC Nürnberg fiel er immer wieder aus, manchmal wochen-, mitunter auch monatelang: Innenbandriss, Wadenprobleme, Entzündungen warfen ihn häufig zurück. „Aber ich bin immer wieder zurückgekommen“, sagt Blum.

22 Einsätze in der zweiten spanischen Liga

In der Vorsaison spielte er auf Leihbasis beim spanischen Zweitligisten UD Las Palmas, brachte es auf 22 Einsätze und ein Tor, wurde allerdings oft auch nur eingewechselt, zwischenzeitlich plagte ihn eine Muskelverletzung. „Ich habe dort viele Erfahrungen gesammelt in einer neuen Liga, auch eine neue Sprache gelernt“, sagt Blum. Und ist doch froh, „wieder hier zu sein“, so der Ex-Jugendspieler des FC Schalke 04. Zumal seine Eltern, sein kleiner Bruder in Mannheim leben: „Die Familie ist mir wichtig, ich kann sie wieder öfter sehen.“

Trainer Robin Dutt schätzt das Tempo von Danny Blum

Auch sportlich will Blum in Bochum ein neues Kapitel aufschlagen. „Er bringt an erster Stelle Tempo mit“, schätzt Trainer Robin Dutt seine Qualität in der Geschwindigkeit, einer Baustelle des VfL in der Vorsaison. „Zudem hat er fußballerisch eine gewisse Klasse.“ Und ist geeignet für das variable Positionsspiel in der Offensive: Blum, der mit Manuel Riemann einst in Sandhausen zusammengespielt hat, hat oft auf dem linken, aber auch auf dem rechten Flügel agiert, offensiv sieht er sich flexibel einsetzbar. In jedem Fall, betont Blum, „können sich die Fans darauf verlassen, dass ich immer 100 Prozent gebe und das Trikot des VfL Bochum mit Stolz tragen werde.“

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