TV-Geld

Für den VfL Bochum geht es auch noch um Millionen

Simon Zoller mischt im Training wieder mit und könnte in St. Pauli in den Kader rücken. Foto:Udo Kreikenbohm

Simon Zoller mischt im Training wieder mit und könnte in St. Pauli in den Kader rücken. Foto:Udo Kreikenbohm

Bochum.   Beim Spiel in St. Pauli kämpft der VfL Bochum auch noch um deutlich mehr Geld aus dem Fernsehtopf. Zoller und Sam sind Kandidaten für den Kader.

25 Feldspieler und drei Torhüter tummelten sich am Donnerstag auf dem Trainingsplatz des VfL Bochum. Mit der Partie beim FC St. Pauli am Sonntag (15.30 Uhr) will sich der VfL in der Tabelle noch nach vorne schieben – und es steht auch noch viel Fernsehgeld auf dem Spiel. „Das ist für den Verein sehr wichtig“, sagt Trainer Robin Dutt. „Als Spieler und Trainer ziehen wir unsere Motivation aber aus dem Sportlichen. Wir wollen bei St. Pauli gewinnen und den Rückstand vor dem letzten Spieltag auf drei Punkte verkürzen“, erklärt der Coach. Zurückkehren in den Kader dürfte Danilo Soares, vermutlich für Stelios Kokovas. Zudem überlegt Robin Dutt noch, ob er Sidney Sam oder Simon Zoller mit nach Hamburg nimmt. „Da warten wir die kommenden zwei Trainingstage noch ab“, so Dutt.

Paderborn-Aufstieg kostet Bochum Geld

Als Tabellenelfter hat der VfL noch einiges gutzumachen, sportlich beeinflussen kann er zum Teil aber auch, wie viel Fernsehgeld der Klub am Ende kassiert. Hierfür sind St. Pauli und Heidenheim die entscheidenden Konkurrenten, zeigt die Übersicht bei „fernsehgelder.de“. Denn ob Paderborn aufsteigt (dann liegt der SCP, wie aktuell berechnet, vor Bochum; andernfalls dahinter) und ob Ingolstadt die Klasse hält (dann bleibt der FCI, wie aktuell berechnet, vor Bochum; andernfalls dahinter), liegt nicht in der Hand des VfL.

Derzeit rangiert Bochum in der wesentlichen Säule der Berechnung, dem „Bestand“, die 70 Prozent der Gesamtsumme ausmacht, laut „fernsehgelder.de“ fünf Punkte hinter dem FC St. Pauli und zwei Punkte hinter Heidenheim. Jede Platzierung Unterschied in der Zweitliga-Abschluss-Tabelle 2018/19 macht fünf Punkte aus. Insgesamt fließen die Platzierungen der letzten fünf Jahre ein.

An St. Pauli kann der VfL wieder vorbeiziehen

St. Pauli liegt als Sechster fünf Ränge vor dem VfL. Macht Bochum zwei Plätze Differenz gut, würde der VfL wieder an St. Pauli vorbeiziehen. Er müsste also zum Beispiel Neunter werden, wenn St. Pauli Sechster bliebe. Das würde dem VfL laut fernsehgelder.de im „Bestand“ rund eine halbe Millionen Euro mehr Geld einbringen.

Auf den FC Heidenheim, derzeit Tabellenfünfter, müsste der VfL nur einen Rang Differenz gutmachen: Also zum Beispiel die Saison als Zehnter abschließen, wenn Heidenheim Fünfter bliebe. Auch hier stehen etwa 500.000 Euro auf dem Spiel. Zudem geht es auch in der Säule „Wettbewerb“, die 23 Prozent der Gesamtausschüttung ausmacht und genauso berechnet wird wie die Säule Bestand, jeweils um mehrere Hunderttausend Euro. Kurzum: Überholt Bochum im TV-Geld-Ranking noch St. Pauli und Heidenheim, würde er rund 1,6 Millionen Euro mehr Geld erhalten als beim aktuellen Stand nach Spieltag 32.

Im Optimalfall ist Tabellenplatz acht möglich

Stand jetzt würde Bochum als 26. im Gesamtranking demnach aus dem TV-Topf, in dem neben Bestand und Wettbewerb noch die Säulen Nachhaltigkeit (5 %) und Nachwuchs (2 %) einfließen, insgesamt 11,583 Millionen Euro erhalten. St. Pauli (25.) bekäme 12,598 Millionen Euro. Heidenheim, aufgrund seiner deutlich schlechteren Bewertung in der Rubrik Nachhaltigkeit auf Gesamtrang 27 hinter dem VfL notiert, erhielte 11,212 Millionen Euro.

Unterm Strich geht es also um einen Millionenbetrag: Mit einem Erfolg beim FC St. Pauli könnte der VfL im Optimalfall an Regensburg, Bielefeld und Darmstadt vorbeiziehen. Als Tabellenachter hätte er damit im TV-Geld-Ranking St. Pauli und Heidenheim überholt.

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