2. Liga

Gegen Viktoria Köln testet der VfL Bochum die zweite Reihe

Patrick Drewes bekommt im Test gegen Viktoria Köln die Gelegenheit, sich zu zeigen.

Patrick Drewes bekommt im Test gegen Viktoria Köln die Gelegenheit, sich zu zeigen.

Foto: Rainer Raffalski / Funke Foto Services GmbH

Bochum.  Wie in der ersten Länderspielpause absolviert der VfL auch jetzt einen Test. Gegen Viktoria Köln dürfen Torwart Drewes und Talent Holtkamp ran.

Training, Training, nochmals Training, immer mit höchstem Einsatz und möglichst fehlerfrei, dafür aber nur ab und zu ein Einsatz in einem Testspiel. Das Los eines zweiten Mannes im Tor eines Fußballteams ist mit dem eines Feldspielers nicht zu vergleichen. „Im Tor kann halt immer nur einer spielen“, sagt stellvertretend für alle Fußballtrainer dieser Welt Thomas Reis, der Trainer des VfL Bochum. Der gibt im Test gegen den Drittligisten FC Viktoria Köln – Donnerstag, 15 Uhr, Leichtathletikplatz – Patrick Drewes mal wieder ein Spiel über 90 Minuten. An Manuel Riemann kommt Drewes im Liga-Alltag derzeit nicht vorbei.

„Manuel Riemann macht seine Sache ja auch gut“, sagt Reis. „Da gibt es keinen Grund zu wechseln. Solche Testspiele wie zuletzt gegen den KFC Uerdingen und jetzt gegen Viktoria Köln sind für Patrick Drewes die Plattform, um sich zu zeigen.“

Extremes Beispiel Nürnberg

Er will sie nutzen. Vor allem aber will er spielen. Natürlich. Er ist ja nicht aus Würzburg nach Bochum gewechselt, um es sich dauerhaft auf der Bank gemütlich zu machen. „Ich arbeite weiter, versuche mich im Training anzubieten“, sagt er dazu. „Und dann muss man halt ab einem gewissen Zeitpunkt sehen, wie es weitergeht.“

Wie schnell es manchmal gehen kann, zeigt das Beispiel 1. FC Nürnberg. Im Spiel gegen den VfL musste der fünfte Torwart, A-Jugend-Torwart Benedikt Willert, ran. „So eine Situation wie in Nürnberg“, sagt Drewes, „wo die ersten vier Torhüter ausfallen und der fünfte Mann dann spielt, ist schon extrem. Aber damit kann auch keiner rechnen.“ Will ja auch keiner.

Auch Drewes fehlt der Rhythmus

Seine Chance nutzen möchte Drewes aber doch, wenn sie denn kommt. Im Zweifel eben erst einmal im Test. Auch wenn ihm etwas fehlt, das auch für Torhüter wichtig ist. „Es ist natürlich schwer in einen Rhythmus zu kommen. Gegen Uerdingen war es für mich das erste Spiel seit der Vorbereitung. Jetzt sind es seit dem Uerdingen-Spiel auch schon wieder vier Wochen.“ Mit seiner Leistung beim 4:2-Sieg gegen Uerdingen war er dann auch nicht zufrieden. „Aber mir fehlt halt auch der Rhythmus.“

Das Schicksal teilt er sich aktuell aber mit einigen Feldspielern. So werden gegen Köln der zuletzt verletzte Görkem Saglam und Tom Weilandt über 90 Minuten spielen dürfen. Thomas Eisfeld, der zuletzt aus dem Team gerutscht war, wäre auch ein Kandidat gewesen. Er hat sich am Montag verletzt, fällt mit einem Muskelfaserriss aus.

Holtkamp bekommt eine Chance

Spielen werden nicht die Akteure, die zuletzt durchgespielt haben oder höher belastet waren. Wie zum Beispiel Chung Yong Lee. Mit dabei, „aber beide nur jeweils 45 Minuten“, sagt Reis, sind Saulo Decarli und Patrick Fabian. Beide ebenso nach überstandener Verletzung. Sich zeigen darf auch Lars Holtkamp. Der U-19-Spieler trainiert diese Woche bei den Profis mit. „Er hat sich seine Chance verdient“, sagt Reis, der sich regelmäßig die Spiele der Nachwuchsteams ansieht.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben