VfL Bochum

Erste Krise unter Dutt: Bochum verliert auch in Ingolstadt

Bochums Robbie Kruse im Duell mit dem Ingolstädter Paulo Otavio

Bochums Robbie Kruse im Duell mit dem Ingolstädter Paulo Otavio

Ingolstadt.  Der VfL Bochum verliert 1:2 und bereits das dritte Spiele in Folge. Abstiegskandidat Ingolstadt lässt sich das Spiel nicht aus der Hand nehmen.

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Der VfL Bochum hat zum dritten Mal in Folge verloren und befindet sich erstmals, seitdem Trainer Robin Dutt vor einem Jahr das Zepter übernommen hat, in der Krise. In Ingolstadt handelten sich die Bochumer eine 1:2-Niederlage ein.

Dutt war gezwungen, seine Startelf nach der 1:2-Heimniederlage gegen Paserborn auf zwei Positionen zu verändern. Stefano Celozzi verteidigte auf der rechten Seite für den wegen einer Sprunggelenk-Verletzung fehlenden Jan Gyamerah, und Simon Zoller ersetzte Mittelstürmer Lukas Hinterseer (Grippe).

Dutt versucht es mit einer offensiven Variante

Zu einem weiteren Wechsel war Dutt indes nicht gezwungen. Nach zuletzt mäßigen Auftritten saß Robert Tesche diesmal nur auf der Reservebank. Aber nicht Vitaly Janelt, wie man hätte erwarten können, ersetzte den Mittelfeldspieler, sondern Sebastian Maier. Der VfL-Trainer hatte sich damit für eine eher offensive Variante entschieden. Weil die Bochumer Defensive unter Auszehrung litt, saßen mit Moritz Römling und Armel Bella Kotchap zwei 17-Jährige auf der Bank.

Die Partie begann rasant. Ingolstadt, vor Saisonbeginn ein heißer Kandidat auf einen Aufstiegsplatz und dann immer weiter in den Tabellenkeller gerutscht, hatte der 3:0-Erfolg gegen Sandhausen offenbar enorm Auftrieb gegeben. Die Spieler von Trainer Jens Keller wirkten enorm motiviert und selbstbewusst. Der FCI spielte nun so auf, wie man ihn schon im letzten August erwartet hatte.

Partie mit hohem Tempo und vielen Zweikämpfen

Weil der VfL dagegen hielt, war die Partie anfangs von einem hohen Tempo, zahllosen Zweikämpfen und entsprechender Ungenauigkeit geprägt. Die Frage war: Wer macht den ersten groben Fehler? Und wer hält dem Druck des Gegners stand?

Die Antwort lautet: Bochum knickte zuerst ein. Nach einer halben Stunde wich der bislang offene Schlagabtausch nämlich Ingolstädter Dominanz. Die Gastgeber hielten das Tempo weiterhin hoch, der VfL kam nicht mehr mit. Thomas Pledls Schuss aus halbrechter Position blieb noch im Bochumer Abwehrgewirr hängen, doch keine Minute später zog Pledl an Dominik Baumgartner vorbei, bediente Sonny Kittel maßgerecht - fertig war das 1:0.

Torwartfehler leitet Niederlage ein

Vielleicht hätte das Spiel noch eine andere Wendung nehmen können, wenn Sebastian Maier ein paar Minuten später nicht an FCI-Torhüter Philipp Tschauner gescheitert wäre, Simon Zoller hatte per Kopf verlängert. Fast im Gegenzug jedoch der nächste Tiefschlag. Im Bochumer Mittelfeld stimmte einmal mehr die Staffelung nicht, mit einem langen Ball war Kittel wieder frei gespielt. Der ehemalige Frankfurter verlud Manuel Riemann, der früh zu Boden ging und den Ball im kurzen Eck passieren lassen musste. Die Talfahrt von Bochums Nummer eins hält an.

Robin Dutt reagierte, brachte Tom Weilandt und Vitaly Janelt und damit etwas mehr Ordnung in die Mannschaft. Allerdings steckten die Ingolstädter nun zurück, das hohe Tempo der ersten Halbzeit hatte viel Kraft gekostet. Die Gastgeber spielten auf Ergebnissicherung, der VfL kam dennoch zu Möglichkeiten. Aber Weilandts Kopfball nach Danilo Soares Flanke strich knapp am FCI-Gehäuse vorbei. Offenbar hatte sich Ingolstadt etwas übernommen, denn Zoller war wenig später frei durch, doch Tschauner vereitelte den Anschlusstreffer. Nur für ein paar Minuten, denn der VfL bestimmte nun die Partie und traf auch endlich. Janelt verkürzte nach einem Fehler der FCI-Abwehr mit links auf 1:2. Obwohl die Bochumer alles versuchten, wollte der Ausgleichstreffer nicht fallen. In einer wilden Viertelstunde vor dem Pausenpfiff hatte der VfL das Spiel verloren.. (sid)

Das Spiel zum Nachlesen im Live-Ticker

Ingolstadt - VfL Bochum
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