VfL Bochum

Noch behauptet der VfL Bochum Rang 24 im TV-Ranking

Will den Fokus auf den Sport und nicht auf die TV-Einnahmen lenken: Ilja Kaenzig, Sprecher der Geschäftsführung des VfL Bochum. Foto:Gero Helm

Will den Fokus auf den Sport und nicht auf die TV-Einnahmen lenken: Ilja Kaenzig, Sprecher der Geschäftsführung des VfL Bochum. Foto:Gero Helm

In der Fernsehgeld-Tabelle liegt der VfL Bochum auf Rang 24. Geschäftsführer Kaenzig gibt sich entspannt, er spricht von konservativer Planung.

Wer in der Gegenwart nicht so ganz bei der Sache ist, bringt sich auch um so manche Zukunftschance. Diese Weisheit kann im Profifußball auf mehreren Feldern seinen Niederschlag finden. Eine lang anhaltende Misserfolgsserie beeinträchtigt sicher die Attraktivität eines Klubs – in den Augen der Anhänger, aber auch bei den Spielern, die man eventuell zu verpflichten gedenkt. Und dann ist da ja auch noch das liebe Geld, in diesem Fall sind es vor allem die TV-Einnahmen. Wie steht eigentlich der VfL Bochum, nach einer beispiellosen Pleiteserie inzwischen auf Rang elf abgerutscht, bei diesem Thema da?

Nicht so schlecht, wie man befürchten könnte, meint Ilja Kaenzig, der Finanz-Geschäftsführer und Sprecher der Geschäftsführung. Kaenzig will zwar sechs Spieltage vor dem Saisonschluss keine Hochrechnung anstellen („Wir rechnen am Ende der Saison ab“), doch der aktuelle Rang sechs im Zweitliga-Ranking und Rang 24 im Ranking aller Bundesligisten sollte zu verteidigen sein. „Wir denken positiv, die bisherige Saison war zwar nicht berauschend, hat uns aber auch keinen Schaden verursacht“, sagt Kaenzig, nimmt dabei aber wohl ausschließlich Bezug auf die TV-Einnahmen. Außerdem: Es sollte auch mal wieder gewonnen werden zwischendurch, um den derzeitigen Status halten zu können.

Heidenheim sitzt dem VfL im Nacken

Der VfL hat sich in Sachen TV-Erlöse zwischen dem FC St. Pauli und dem 1. FC Heidenheim positioniert. Die Ost-Württemberger sitzen, was dieses Ranking angeht, dem VfL im Nacken. Und Heidenheim, derzeit Tabellensiebter, hat durchaus die Möglichkeit in den restlichen Saisonspielen noch zwei oder drei Tabellenplätze gut zu machen, selbst Rang drei ist bei fünf Punkten Rückstand immer noch in Sichtweite. Der VfL hingegen muss in seiner aktuellen Verfassung aufpassen, nicht noch auf Rang 13 oder 14 abzurutschen.

Konservative Kaderplanung

Ilja Kaenzig aber möchte das Thema nicht überbewerten und wie das Kaninchen auf die Schlange starren. Niemand spiele für TV-Einnahmen, sondern man spiele für den Klub, sagt er. Und dass man jetzt noch nicht verlässlich sagen könne, wieviel Geld am Ende für die kommende Saison übrig bleiben werde, behindere die personellen Aktivitäten nicht sonderlich. „Geld, das wir nicht haben, geben wir auch nicht aus. Außerdem ist unsere Planung immer so konservativ, dass uns ein Abrutschen nicht in Bedrängnis bringen kann“, sagt der 45-Jährige und bringt die Angelegenheit dann auf diese Formel: „Wenn wir jetzt nicht abrutschen, verlieren wir auch kein Fernsehgeld.“

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