Jugendfußball

Pokal-Triumph: Die U15 des VfL Bochum bezwingt den BVB

Riesenjubel: Die U15 des VfL Bochum gewinnt das Finale im Westfalenpokal gegen Borussia Dortmund mit 2:1.

Riesenjubel: Die U15 des VfL Bochum gewinnt das Finale im Westfalenpokal gegen Borussia Dortmund mit 2:1.

Foto: VfL Bochum

Überraschung im Westfalenpokal: Die U15 des VfL Bochum hat den Liga-Meister Borussia Dortmund besiegt und feiert den ersten Titel seit Jahren.

Dortmund. Bochums C-Junioren haben die Sensation geschafft und den seit zwei Jahren unbesiegten BVB im Westfalenpokal-Finale mit 2:1 (2:0) bezwungen. Für die U15 des VfL,, die selbst nun 14 Spiele in Serie nicht verloren hat, ist es der erste Titel seit sieben Jahren. „Das war ein unfassbar schönes Gefühl für das ganze Team und auch für das Talentwerk ein Traum“, sagte Trainer Simon Schuchert. „Die Jungs haben wieder gezeigt, dass sie Mentalitätsmonster sind. Dieser Sieg bleibt für die Ewigkeit.“

Beide Teams zeigen viel Respekt

Zu Beginn der Partie wurde deutlich, dass beide Teams viel Respekt voreinander haben. Keiner wollte den ersten Fehler machen. Taktisch war das Spiel auf hohem Niveau, große Chancen blieben aber zunächst aus. Dem VfL gelang es als erstes, Akzente zu setzen. Nach einem tollen Pass von Nico Böll belohnte Josue Santo die Bochumer Bemühungen mit der Führung. Kurz vor der Halbzeit legte Luka Blazevic nach, wieder hatte Böll vorbereitet.

Nur drei Minuten nach dem Seitenwechsel gelang dem BVB der Anschlusstreffer, danach begann die große Druckphase der Dortmunder. Doch die Bochumer, die am Ende hinten auf eine Fünferkette umschalteten, hielten Stand und ließen – unterstützt von zahlreichen mitgereisten Anhängern – kaum nennenswerte Chancen zu.

Stimmung trägt den VfL bis zum Schluss

„Die Stimmung war unfassbar, das hat uns in dieser schwierigen Phase auch getragen“, berichtet Schuchert. Erst kurz vor Schluss wurde es nochmal brenzlig. Nach einem Distanzschuss hatten die Dortmunder schon den Torschrei auf den Lippen, doch VfL-Torhüter Leon Nübel wehrte den Ball ebenso wie den Nachschuss ab.

„Das war die beste Parade, die ich in dieser Saison gesehen habe, das hat das Spiel mit entschieden. Das war so eine Situation, wo ich mir gedacht habe: Jetzt gewinnen wir das Ding auch“, erzählt Schuchert.

Platzverweis gegen den BVB in der Schlussphase

Seine Elf spielte die letzten Minuten souverän runter, während mit den Dortmundern die Emotionen durchgingen: Nach drei Zeitstrafen setzte es noch einen Platzverweis. Die Bochumer kümmerte das wenig, nach dem Abpfiff waren sie überglücklich, machten mit den Zuschauern die Laola-Welle und bewiesen, dass sie nicht nur „Mentalitätsmonster“, sondern auch „Feierbiester“ sein können. Schuchert bekam das Lachen ebenfalls kaum noch aus dem Gesicht: „Ich bin richtig stolz, denn es war ein hochverdienter Pokalerfolg.“

VfL: Nübel – Tolba, Klinger, Addo, Oguz – Tasov, Böll, Foit (34. Golubytskij), Yardimci (69. Schmitz) – Santo (70.+2 Ibrahim), Blazevic (57. Kudinov)

Tore: 0:1 Santo (28.), 0:2 Blazevic (35.+1), 1:2 (38.)

Bes. Vorkommnisse: Rote Karte für den BVB (Beleidigung, 70.+3)

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