2. Bundesliga

Riemann macht VfL Bochum Hoffnung für die nächsten Wochen

Rausgeguckt: Manuel Riemann war für den VfL Bochum der große Rückhalt im Zweitligaspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden

Rausgeguckt: Manuel Riemann war für den VfL Bochum der große Rückhalt im Zweitligaspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden

Foto: DPA

Bochum.  Mit dem 1:0 in Wiesbaden verschafft sich der VfL Bochum Luft im Zweitliga-Abstiegskampf. Torwart Manuel Riemann sichert dem Team drei Punkte.

Saulo Decarli ist ein freundlicher Mensch. Der Innenverteidiger des Fußball-Zweitligisten VfL Bochum ist Schweizer. Mit wenigen Worten hatte er gerade den 1:0 (1:0)-Erfolg beim SV Wehen Wiesbaden eingeordnet. Es sei ein Arbeitssieg gewesen. „Wir haben den Kampf angenommen. Dafür gibt es drei Punkte und jetzt geht es weiter. Das war ein wichtiger Auswärtssieg.“ Als dann allerdings Nachfragen kamen, weil er und seine Mitspieler viele Chancen des Gegners zugelassen hätten und es ein weniger gutes Spiel gewesen sei, gab er seine Ruhe auf.

„Ich habe echt keine Lust mehr, mir das immer anzuhören. Ja, wir haben viele Chancen zugelassen. Aber wir haben gewonnen und zu Null gespielt. Immer suchen wir nach solchen Spielen nach den Fehlern. Das ist mir heute egal. Wir haben gewonnen und drei Punkte geholt. Das reicht.“ Das reicht an diesem Spieltag zumindest dafür, dass die Bochumer an Wiesbaden in der Zweitliga-Tabelle vorbeiziehen.

Nach dem Hinspiel trennte sich der VfL Bochum von Trainer Robin Dutt

Der Aufsteiger hatte den VfL bereits im Hinspiel geärgert. Da führte das Team von Trainer Rüdiger Rehm zur Halbzeit mit 3:0 – am Ende hieß es 3:3. Wenig später war Robin Dutt nicht mehr Bochumer Trainer. Es bedarf keiner großen Fantasie, um sich auszumalen, was es für eine Woche beim VfL und für Trainer Thomas Reis geworden wäre, hätte Wiesbaden den zweiten Vergleich gewonnen. Die Chancen zum Sieg gegen Bochum waren da. Die Wiesbadener hatten deutlich mehr Torschüsse und Ecken.

Auch das war Reis, den Spielern, den Verantwortlichen und den Fans egal. „Der Auswärtssieg war wichtig“, sagte auch VfL-Kapitän Anthony Losilla. Mit nacktem Oberkörper stand er in der Interviewzone. Sein Trikot hatte er einem kleinem VfL-Fan, einem Mädchen geschenkt. Es war der Dank für die Unterstützung. Wobei er auch wusste, dass er sich mal wieder bei Manuel Riemann bedanken durfte.

Starke Paraden von Torwart Manuel Riemann

Der Torwart war nach seiner Sperre ins Tor zurückgekehrt, nachdem er in Bielefeld wegen Meckerns Gelb-Rot gesehen hatte. Da hatte er seiner Mannschaft geschadet, hatte verhindert, dass sie in der Schlussphase beim Stand von 0:1 noch einmal alles hätte riskieren können. Diesmal half er dem Team mit seinen Paraden. Er agierte absolut unaufgeregt, aber dafür unbezwingbar auf der Linie. Zweimal hielt er im ersten Durchgang stark, wehrte Schüsse aus der Nahdistanz ab. Dreimal verhinderte er im zweiten Abschnitt ein Gegentor. Er war einer der Matchwinner beim VfL.

Gute Noten verdienten sich darüber hinaus Simon Zoller, der das Siegtor erzielte (39.), und Decarli. Ein überzeugendes erstes Spiel in der Startformation machte auch Winterzugang Robert Zulj, der präsent in den Zweikämpfen war. Er spielte eine Stunde, dann kam der wieder fitte Sebastian Maier.

Am Montag ist an der Castroper Straße erstmal trainingsfrei

Noch etwas besser als zuletzt gegen den Hamburger SV spielte Maxim Leitsch. Der junge Innenverteidiger machte seine zweite Partie an der Seite von Decarli und hatte diesmal keinen Ausrutscher dabei. Gegen Hamburg war er vor einem Gegentor hingefallen. Diesmal strahlte er im Zusammenspiel mit Decarli, den Außenverteidigern Cristian Gamboa und Danilo Soares sowie Manuel Riemann zeitweilig sogar so etwas wie Ruhe aus. Die wird es in dieser Woche ob des Sieges des VfL Bochum auch an der Castroper Straße geben. Erst recht, weil am Montag trainingsfrei ist. Sturmtief Sabine macht es zwingend erforderlich.

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben