VfL Bochum

Schmalhans bleibt Küchenmeister beim VfL Bochum

Rückt wieder in die Startelf: Görkem Saglam, hier mit Robert Tesche und Patrick Fabian.

Rückt wieder in die Startelf: Görkem Saglam, hier mit Robert Tesche und Patrick Fabian.

Foto: Christopher Neundorf/firo

Grumme.   Die Offensive des VfL Bochum ist zum Scheinriesen geschrumpft. Görkem Saglam wird den gesperrten Chung-Yong Lee gegen St. Pauli vertreten.

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Am Mittwochabend war wieder Glühwein-Tag auf dem Bochumer Weihnachtsmarkt – für die Bevölkerung dieser Stadt und die ehemaligen VfL-Profis, deren Treffen kurz vor den Feiertagen bereits Traditionscharakter hat. Rund 15 Spieler aus mehreren Generationen fanden sich ein, darunter waren mit Dariusz Wosz und Frank Heinemann auch zwei Akteure, die beim allerersten Montagsspiel der 2. Bundesliga am Ball waren. Am 18. Oktober 1993 trennten sich der FC St. Pauli und der VfL Bochum 1:1 voneinander. Am kommenden Montag lautet die Paarung: Bochum gegen St. Pauli.

Nach 25 Jahren wurde jedoch inzwischen das Ende der Montagsspiele auch für die Zweitligisten eingeläutet. 2021 soll Schluss sein, besonders die Fans der Kiezkicker haben hartnäckig daran mitgewirkt, den Sinneswandel bei den Verantwortlichen herbeizuführen. „Montags gehört Vati mir“, titelte der „Übersteiger“, ein Fanzine des FC St. Pauli, bereits 1997 – vier Jahre nach Einführung des um einen Tag verlängerten Fußball-Wochenendes.

Dutt ist froh, dass die Montagsspiele wegfallen werden

Dass es in absehbarer Zukunft keine Montagsspiele mehr geben wird, erzeugt bei VfL-Trainer Robin Dutt keinen Tränenfluss. Vielmehr ist er froh, dass „dieses Thema vom Tisch ist“. Dutt weiter: „Mein Herz hat nie an diesem Termin gehangen.“

Dass der aktuelle Montagstermin für die Bochumer noch eine personell positive (Spät-)Wirkung entfalten kann, ist indes sehr unwahrscheinlich. Die Hoffnungen, Sebastian Maier wenigstens als Alternative auf die Bank setzen zu können in der letzten Partie dieses Spieltages, tendieren gegen Null. Es müsse schon Sinn machen, sagt der VfL-Trainer. Die Chronologie von Verletzung, Operation, Rückschlag und erneutem vorsichtigem Hochfahren der Belastung macht es fast unmöglich, Maiers physischen Zustand exakt einzuschätzen.

In Berlin wird Chung-Yong Lee eine Alternative sein

Ratsam ist es demnach, dem ehemaligen Hannoveraner noch eine Woche Trainingsarbeit zu spendieren, um dann in Berlin womöglich mit einem recht fitten und belastbaren Alternativ-Spieler anzutreten. Sollte nichts mehr passieren, stünde an der „Alten Försterei“ ja auch der am Montag gesperrt fehlende Chung-Yong Lee zur Verfügung.

Ohne Lee und Maier und Kruse und Pantovic ist der Kader, was das Offensiv-Spiel angeht, allerdings auf Scheinriesen-Format geschrumpft. Dass Görkem Saglam deshalb gegen St. Pauli zum zweiten Mal in dieser Saison der Bochumer Startelf angehören wird, ist schon mehr als eine bloße Vermutung. „Damit liegt man bestimmt nicht falsch“, sagt Robin Dutt, der sich ja standhaft weigert, personelle Engpässe überhaupt nur anzusprechen.

Vermutlich zwei A-Jugendliche auf der VfL-Bank

Wäre das anders, hätte er gerade jetzt ausreichend Gelegenheit, sich wortreich und womöglich klagend darüber zu äußern. Tut er nicht, erwähnt lieber beiläufig, also am Rande, dass am Montag vermutlich zwei A-Junioren auf der VfL-Bank zu finden sein werden. Das muss am heutigen Freitag entschieden werden, denn die U19 spielt bereits am Samstag in Oberhausen.

So weit ist es bei den Hamburgern mit dem Personal noch nicht. Aber auch St. Paulis Trainer Markus Kauczinski muss umplanen. Die Stammspieler Marvin Knoll, Christopher Buchtmann und Richard Neudecker fallen aus, weitere Akteure sind angeschlagen.

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