VfL Bochum

Simon Lorenz will in Bochum den nächsten Schritt schaffen

Zurück beim VfL Bochum: Simon Lorenz im Training.

Zurück beim VfL Bochum: Simon Lorenz im Training.

Foto: Rainer Raffalski / Funke Foto Services GmbH

Bochum.  Diesmal will er es wissen: Simon Lorenz ist nach einem Jahr beim Drittligisten 1860 München gestärkt zum VfL Bochum zurückgekehrt.

Erschöpft sieht er aus, die Fußballschuhe hat er schon ausgezogen nach der Einheit am Freitagvormittag. „Ich hab ja auch ordentlich trainiert“, sagt Simon Lorenz verschmitzt, als er sein Comeback-Interview in Bochum gibt. Ein knappes halbes Jahr zählte der Innenverteidiger, der Ende Januar 2018 aus Hoffenheims zweiter Mannschaft zum VfL gekommen war, zum Kader des Zweitligisten. Damals ging es im Verein drunter und drüber, ehe Robin Dutt und eine neue Vorstands-Crew das Vereinsschiff wieder auf Kurs brachten.

Für Lorenz fühlt sich die Rückkehr auch wie ein Wechsel an

Dutt setzte auf einen klaren Stamm für die Rettung, Simon Lorenz’ VfL-Einstand war von Verletzungen geprägt. Erst in der Sommervorbereitung auf die vergangene Saison konnte er mitwirken bei ei paar Testspielen zu Beginn, ehe sich alle Beteiligten für eine Ausleihe zum Drittligisten TSV München 1860 entschieden. „Insofern ist es eine Mischung aus Rückkehr und Wechsel zu einem neuen Verein“, sagt Lorenz. Letzteres auch, weil die Mannschaft verjüngt wurde, in einem großen Umbruch steckt. Und für ihn selbst ist es sportlich „ein Neuanfang“ in Bochum.

37 Partien: In München war Lorenz Stammspieler

22 Jahre alt ist Simon Lorenz jetzt, er kommt gestärkt zurück aus der Weltstadt München, in der so viele 1860-Fans leben, dass mitunter 3000 zu den Auswärtsspielen mitreisen. Die Ausleihe erwies sich als genau der richtige Schritt für seine Entwicklung: Lorenz war bei den Löwen Stammspieler, agierte mal links, mal rechts in der Innenverteidigung, absolvierte die ersten 37 der 38 Saisonpartien, fast alle über die komplette Distanz. Lediglich im letzten Spiel fehlte er verletzt, der Muskelfaserriss ist aber längst auskuriert.

Ein erfolgreiches Jahr für die Entwicklung

„Das Jahr hat mir sehr geholfen“, sagt der 1,87 Meter große Verteidiger. „In der 3. Liga geht es sehr eng, sehr intensiv zu. Die Matchpraxis hat mich weitergebracht.“ Dennoch stand für ihn nie in Frage, dass er zur neuen Saison vertrags- und verabredungsgemäß wieder zum VfL kommt. „Es lief sportlich gut in München, aber es war schon immer klar, dass ich jetzt den nächsten Schritt machen will.“ Den Schritt in Liga zwei.

Aktiv soll die Mannschaft sein

Auch diese Klasse war in den vergangenen Jahren hart umkämpft, was Chance und Risiko zugleich ist. „Wir wollen auf jeden Fall guten Fußball spielen, aktiv sein. Das trainieren wir, dafür haben wir einen klaren Plan, daran lassen wir uns auch messen.“

Konkurrenzkampf mit Leitsch und Bella-Kotchap

Natürlich hofft auch Lorenz, dabei möglichst oft auf dem Platz mitzuwirken. „Dafür gebe ich Gas.“ Neuzugang Saulo Decarli dürfte in der Innenverteidigung zunächst einmal gesetzt sein, um den Platz neben ihm kämpfen vor allem Maxim Leitsch, Armel Bella-Kotchap und Simon Lorenz. In den bisherigen Spielformen im Training agierte Leitsch an Decarlis Seite, Lorenz bildete mit Bella-Kotchap ein Verteidiger-Paar - aber noch hat der VfL nicht einmal ein Testspiel absolviert.

Vieles scheint möglich, sowohl für Lorenz selbst als auch für den VfL: „Ich sehe keine Mannschaft, die in dieser Liga alle Spiele gewinnen wird“, sagt Lorenz. „Jeder kann jeden schlagen.“

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