2. Bundesliga

So viele Geisterspiel-Tickets hat der VfL Bochum verkauft

Die Fans des VfL Bochum: Mehr als 3000 von ihnen kauften die sogenannten Geisterspiel-Tickets.

Die Fans des VfL Bochum: Mehr als 3000 von ihnen kauften die sogenannten Geisterspiel-Tickets.

Foto: Firo

Bochum.  Durch die Spieltagsabsage in der 2. Bundesliga hat der VfL Bochum den Verkauf der virtuellen Tickets eingestellt. Die Resonanz war beachtlich.

Eigentlich hätte der VfL Bochum das mittlerweile wegen des Coronavirus abgesagte Zweitliga-Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim vor leeren Rängen austragen müssen. Um den finanziellen Schaden abzufedern, hatte der Zweitligist Geisterspiel-Tickets angeboten. Der Verkauf dieser Geisterspiel-Tickets wurde nun eingestellt. Seit Samstagmittag sind die symbolischen Tickets nicht mehr erhältlich.

Die am Freitag vom DFL-Präsidium beschlossene Verlegung des Spieltags habe die Sachlage verändert und den VfL dazu bewogen, den Verkauf einzustellen, schreibt der Revierklub in einer Meldung. „Der VfL Bochum 1848 bedankt sich sehr herzlich bei seinen Fans für die tolle Unterstützung und die vielen positiven Signale, die rund um die Aktion von ihnen ausgesendet wurden“, heißt es.

3000 Tickets im Wert von 5 bis 18,48 Euro verkauft

Darüber hinaus gaben die Bochumer bekannt, dass die Aktion "sehr schnell und nachhaltig Anklang" fand. 3000 Tickets hat der Verein verkauft, sie wurden zu Preisen zwischen 5 Euro und 18,48 Euro angeboten. Derweil bietet der VfL nach wie vor eine Rückerstattung für die regulär erworbenen Karten für die Begegnung mit Heidenheim an.

Ursprünglich hätten die Bochumer an diesem Samstag ihr Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim wegen der Ausbreitung des Coronavirus unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen sollen. Für diesen Fall rechnete der VfL mit einem Einnahmenausfall in Höhe von 500.000 Euro. Daher die Idee mit den Geisterspiel-Tickets. Bereits 2011 hatten Tausende Fans des damaligen Zweitligisten FC Hansa Rostock virtuelle Eintrittskarten für eine Partie gegen Dynamo Dresden verkauft. Rostock war nach Ausschreitungen vom DFB-Sportgericht mit einem Geisterspiel bestraft worden. Dresden verkaufte 2012 für die Partie gegen den FC Ingolstadt, die nach Ausschreitungen auch ohne Zuschauer ausgetragen werden musste, mehr als 32.000 symbolische Tickets. (ea/fs)

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