2. Bundesliga

VfL-Trainer Reis will seine Serie gegen Darmstadt fortsetzen

Engagiert: Bochums neuer Trainer Thomas Reis.

Engagiert: Bochums neuer Trainer Thomas Reis.

Foto: firo

Bochum.  Thomas Reis ist als VfL-Trainer noch ungeschlagen, wartet aber auch noch auf einen Sieg. Gegen Darmstadt 98 soll er am Samstagmittag gelingen.

Die Fans stehen Schlange beim VfL Bochum. Und das bereits einen Tag vor dem Spiel gegen den SV Darmstadt 98. Der Zweitligist gab am Freitag 5000 der alten orangefarbenen Sitzschalen aus dem Ruhrstadion gegen eine Spende ab und kam kaum mit der Herausgabe nach. Viele Fans sicherten sich gleiche mehrere Erinnerungsstücke. Im Medienraum des Stadions versuchte derweil Cheftrainer Thomas Reis nach einer besonderen Woche und einer für die Mannschaft ungewöhnlich verlaufenen Jahreshauptversammlung den Fokus auf das Spiel gegen den SV Darmstadt 98 zu legen.

Die gleichen Fans, die am Freitag Sitzschalen davon trugen, hoffen ebenso wie Reis darauf, dass es endlich mit dem ersten Saisonsieg klappt. Auch, oder gerade weil es gegen einen alten Bekannten geht. Der SV Darmstadt 98 wird von Dimitrios Grammozis trainiert. Reis und er bildeten vor sechs Jahren ein Trainergespann beim VfL.

Konstruktive Fragen bei der Jahreshauptversammlung

Die für Reis wichtigste Erkenntnis der Jahreshauptversammlung war, dass die Fans hinter dem Verein stehen. „Die Fragen der Mitglieder waren gut, waren konstruktiv. Und wenn wir jetzt, nachdem wir als Mannschaft länger als gewöhnlich geblieben sind, im Spiel danach gewinnen, dann können wir meinetwegen in jeder Woche so eine Versammlung abhalten.“ Das wäre zumindest im Ruhrcongress schwierig. Der ist gerne mal komplett ausgebucht.

Voll war es diese Woche erneut auch auf dem Trainingsplatz. Norbert Lemcke, seit dieser Saison Reha-Trainer beim VfL, konnte sich am Donnerstag sogar den Luxus erlauben, sich entspannt das Training der Profis anzusehen. Zuletzt hatte er mit Sebastian Maier, Tom Weilandt und am längsten noch mit Chung-Yong Lee separat trainiert. Alle drei nahmen in dieser Woche komplett am Mannschaftstraining teil.

Lee und Weilandt als VfL-Optionen

Während Maier wohl mit Sicherheit zum Kader und voraussichtlich auch zur Startformation gehören wird, sieht es bei Weilandt und Lee etwas anders aus. Lee habe noch erheblichen Trainingsrückstand, sagte Reis, dagegen könne Weilandt vielleicht schon wieder in den Kader rücken. „Das ist aber von einer anderen Personalie abhängig“, sagte Reis. Sie heißt nicht Patrick Fabian. Der Innenverteidiger wurde diese Woche am Knie operiert. Ein Routineeingriff, wie es hieß. „Die Operation ist gut verlaufen“, sagte Reis. „Es musste was am Meniskus gemacht werden. Jeder weiß, wie wichtig er für das Team und den Verein ist. Wir hoffen, dass er bald wieder bei der Mannschaft dabei ist.“

Gleiches gilt für Danilo Soares. Der Linksverteidiger aber wird wohl maximal – und wenn überhaupt – für das Darmstadt-Spiel ausfallen. Er musste am Freitag das Training wegen Übelkeit abbrechen. Reis: „Da müssen wir sehen, wie seine Nacht wird.“

Soares ist beim VfL Bochum fraglich

Fällt Soares aus, könnte es zu weiteren Änderungen in der Aufstellung kommen. Einen weiteren gelernten Linksverteidiger hat der VfL gerade nicht im Team. Vitaly Janelt wäre eine mögliche Option. Er absolvierte dort das erste Saisonspiel. Rückt er von der Sechserposition, die er sich bislang mit Anthony Losilla geteilt hat, weiter nach hinten, würde dort ein Platz frei. Robert Tesche oder Thomas Eisfeld wären mögliche Kandidaten.

An der taktischen Grundausrichtung mit Viererkette, zwei Sechsern, drei offensiven Mittelfeldspielern und nominell nur einem echten Stürmer wird Reis dagegen voraussichtlich nichts ändern. „Wir können aber auch in diesem System mit drei Spitzen angreifen“, sagte er. „Die Mannschaft hat das gegen Sandhausen gut gemacht. Sie hat sich viele Chancen erspielt. Sie muss sie nur in Tore ummünzen. Ich bin der festen Überzeugung, dass das, was die Mannschaft zeigt, belohnt wird.“

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