VfL Bochum

VfL Bochum freut sich auf 20.000 Fans - Maier operiert

Auch seine Kopfballstärke - auch defensiv - ist gefragt: Stürmer Silvere Ganvoula vom VfL Bochum.

Auch seine Kopfballstärke - auch defensiv - ist gefragt: Stürmer Silvere Ganvoula vom VfL Bochum.

Foto: firo Sportphoto/Selim Sudheimer / firo Sportphoto

Bochum.  Rund 20.000 Fans werden erwartet zum Flutlicht-Spiel des VfL Bochum gegen Osnabrück. Einige Profis kehren zurück, andere müssen passen.

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Mit rund 20.000 Zuschauern rechnet der VfL Bochum am Freitag, allein rund 3.000 Fans bringt Aufsteiger VfL Osnabrück mit, so dass zumindest Thomas Reis, dem Trainer des VfL aus Bochum, die Vorfreude sichtlich anzumerken ist. Von einer „tollen Kulisse“ unter Flutlicht spricht Reis und erwartet ein „tolles Spiel, nach dem wir die drei Punkte unbedingt hier behalten wollen.“

Reis: Spieler trainieren befreiter

Es wäre bitternötig, um auch tabellarisch einen Sprung zu machen, um sich zu lösen vom Relegationsplatz 16. Nach dem Aufwärtstrend der letzten Wochen mit dem Pokalkampf gegen den FC Bayern (1:2), dem ersten Saison-Heimsieg gegen Nürnberg (3:1) und dem leistungsgerechten Remis beim FC St. Pauli (1:1) hat Thomas Reis im Training erkannt, dass „die Jungs etwas befreiter auftreten, ohne dass sie überheblich sind“. Es ging ordentlich zur Sache gerade in dieser Trainingswoche, jetzt zählt es gegen Osnabrück, jetzt gilt es, „die Zweikämpfe anzunehmen“, erinnert Reis an die Basis jeden Erfolges. Erst Recht gegen die mit erst zwölf Gegentoren äußerst defensivstarken Gäste, auch wenn Osnabrück voraussichtlich auf einige Stammkräfte verzichten muss.

Dass es bis zur Winterpause noch vier Partien im eigenen Ruhrstadion gibt und nur eines auswärts in Fürth, dürfte für diesen Freitag keine Rolle spielen, mahnt Reis, mahnt auch Sport-Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz. „Wir müssen uns zu 100 Prozent auf jedes einzelne Spiel fokussieren“, sagt Schindzielorz.

Fünf Profis fallen definitiv aus gegen Osnabrück

Dabei muss Trainer Reis auf fünf Profis verzichten. Neben Ulrich Bapoh (Kreuzbandriss), Thomas Eisfeld (Aufbautrainnig nach Faserriss) und Danilo Soares (gesperrt) fallen auch Tom Weilandt (Sprunggelenks-Probleme) und Sebastian Maier aus. Maier wurde am Donnerstag operiert. „Ihm wurde in ein freier Gelenkskörper im Sprunggelenk entfernt“, erklärte Reis. Die OP sei gut verlaufen. Der Trainer hofft, dass Maier in der Wintervorbereitung wieder mit der Mannschaft trainieren kann.

In den kommenden fünf Partien spielt der zentrale Mittelfeldmann, der auch aus Verletzungsgründen weiterhin nicht so recht Fuß fasst wie erhofft in Bochum, also keine Rolle. Maier hatte bereits die vergangenen drei Pflichtspiele verpasst.

In diesen hat sich die Dreier-Reihe ohnehin festgespielt mit dem Ex-Osnabrücker Simon Zoller, mit Chung-Yong Lee, mit Danny Blum. Als Stoßstürmer soll Acht-Tore-Mann Silvere Ganvoula nach der Rückkehr aus dem sommerlichen Kongo auch im frostigen Bochum angreifen. Für Kongo hat er ebenfalls getroffen, äußerst sehenswert mit einem Distanzschuss in den Winkel zum 2:0 gegen Guinea-Bissau (Endstand 3:0). „Das Tor hat ihm sehr gut getan“, hat Reis beobachtet. „Er brennt auf einen Einsatz – wie die gesamte Mannschaft.“

Decarli und Gamboa kehren in den Kader zurück

Fraglich sind wie berichtet nur die Positionen in der Viererkette, zu rechnen ist mit Stefano Celozzi als Danilo-Soares-Ersatz links, Jordi Osei-Tutu wie zuletzt rechts sowie dem genesenen Innenverteidiger Saulo Decarli und Simon Lorenz innen. Lorenz musste zwar in der Pokalpartie gegen den FC Bayern auf die Bank, kehrte aber wegen Decarlis Verletzung schon beim Heimsieg gegen Nürnberg wieder zurück, hat noch keine Zweitliga-Minute verpasst. Vermutlich erhält der Verteidiger, der mit dem TSV München 1860 in der Vorsaison in der 3. Liga gegen Osnabrück erfolgreich und sogar Torschütze war, den Vorzug vor Armel Bella-Kotchap. In den Kader zurückkehren werden auch Cristian Gamboa und Görkem Saglam.

Noch kein VfL-Heimtor auf die Westkurve

Und nachdem der Unentschieden-Bann gegen Nürnberg gebrochen wurde, sollen im Idealfall weitere Serien fallen. Noch hat Bochum kein Mal zu Null gespielt - und noch hat Bochum kein einziges Ligator auf das Tor vor der Westkurve erzielt. Alle 16 Bochumer Heimtreffer - eine stolze Zahl für sechs Partien - fielen auf das Gehäuse vor der Ostkurve. Wenn das reicht zum Sieg, sagt Reis lächelnd, ist das aber auch gut so.

VfL Bochum: Riemann - Osei-Tutu, Lorenz, Decarli, Celozzi - Tesche, Losilla - Zoller, Lee, Blum - Ganvoula Reserve: Drewes - Fabian, Bella-Kotchap, Gamboa, Janelt, Saglam, Pantovic, Wintzheimer

VfL Osnabrück: Kühn - Ajdini, Susac, van Aken, Agu - U. Taffertshofer, Heyer - Ouahim, N. Schmidt, Wolze - Heider

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