Jugendfußball

VfL Bochum: Ohne Bella Kotchap gegen RW Oberhausen

Überzeugte gegen die Bayern: Armel Bella Kotchap (r.), hier im Duell mit Robert Lewandowski. Zwei Tage zuvor spielte er noch für die U19 des VfL.

Überzeugte gegen die Bayern: Armel Bella Kotchap (r.), hier im Duell mit Robert Lewandowski. Zwei Tage zuvor spielte er noch für die U19 des VfL.

Foto: firo Sportphoto/Ralf Ibing / firo Sportphoto

Bochum.  Erst A-Jugend, dann Pokal-Kracher: Armel Bella Kotchap (17) hat binnen zwei Tagen Kontraste erlebt. Für die U19 wird er am Samstag nicht spielen.

Am vergangenen Sonntag spielte er noch eine Halbzeit lang für die U19 des VfL Bochum, gegen die A-Junioren von Bayer Leverkusen. Zwei Tage darauf glänzte Armel Bella-Kotchap (17) als Innenverteidiger der Zweitliga-Profis im Pokal gegen den FC Bayern München, trotz seiner Roten Karte kurz vor Schluss, für die er eine Sperre von zwei Pokalspielen auf DFB-Ebene bekam. Gegen Nürnberg, beim Zweitliga-Heimspiel des VfL am nächsten Montag (20.30 Uhr/Ruhrstadion) dürfte Bella-Kotchap, der erst Mitte Dezember volljährig wird, wieder für das Team von Trainer Thomas Reis am Ball sein – und am Wochenende nicht für die A-Junioren gegen RW Oberhausen auflaufen.

Es geht um mehr als nur drei Punkte

Bei der U19 ist die Saison bisher auch deutlich schlechter gelaufen als erwartet. Drei Siege und fünf Niederlagen stehen nach neun Spielen zu Buche. Das bedeutet unter dem Strich nur Platz acht. Die Abstiegsplätze sind lediglich vier Zähler entfernt, die Spitzenplätze hingegen in weiter Ferne. Wenn am Samstag (11 Uhr) RW Oberhausen an der Hiltroper Straße zu Gast ist, geht es für die Bochumer um mehr als nur drei Punkte.

RW Oberhausen steht auf Platz sieben vier Zähler vor dem VfL. Gewinnen die Bochumer ihr Heimspiel, ist zumindest der Anschluss zum Tabellennachbarn geschafft. Bei einer neuerlichen Niederlage allerdings könnte es ein richtig ungemütlicher Winter werden. Bis zur Winterpause warten unter anderem noch Schalke, der BVB und die aktuell bärenstarken Düsseldorfer.

Trainer Lust denkt nur noch von Spiel zu Spiel

„Wir haben noch einen Abstand nach unten und wollen jetzt von Spiel zu Spiel denken. Na klar schauen wir auf die Tabelle und müssen den Anschluss finden, aber in erster Linie wollen wir uns darauf konzentrieren, unsere Leistung auf den Platz zu bringen. Wir wollen die nächsten Aufgaben mutig angehen“, sagt Trainer Matthias Lust, der erneut auf Bleart Dautaj, Marius Herden und Niclas Lübke verzichten muss.

Gegen Leverkusen fehlte der letzte Biss

Zuletzt beim 1:3 gegen Leverkusen warfen den VfL individuelle Fehler zurück, außerdem fehlte der letzte Biss. Beides will Lust gegen RWO anders sehen: „Oberhausen ist ein kompakter, aggressiver Gegner. Da müssen wir mit der nötigen Aggressivität in die Zweikämpfe gehen. Und wir müssen die Fehler abstellen, die haben uns schon einige Punkte gekostet.“

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben