Coronavirus

VfL Bochum schickt seine Spieler ins Individualtraining

Geschlossen: Wegen der Coronavirus-Pandemie gibt es im Ruhrstadion weiterhin keinen Fußball zu sehen.

Geschlossen: Wegen der Coronavirus-Pandemie gibt es im Ruhrstadion weiterhin keinen Fußball zu sehen.

Foto: firo Sportphoto/Ralf Ibing / firo Sportphoto

Bochum.  Die Profis des VfL Bochum treffen sich Dienstag, trainieren dann vorerst individuell. In der 2. Liga ruht der Ball mindestens bis Anfang April.

Der Profifußball ruht mindestens bis zum 2. April, beschloss die Deutsche Fußball-Liga auf ihrer außerordentlichen Mitgliederversammlung am Montag. Auch Sebastian Schindzielorz und Ilja Kaenzig, die beiden Geschäftsführer des Zweitligisten VfL Bochum, waren dabei.

Der VfL wird sich nun zunächst intern beraten, wie es weitergehen soll und frühestens ab Dienstag weitere Schritte und Folgen bekanntgeben. Auch über etwaige, vor allem finanzielle Auswirkungen, insbesondere bei einer noch längeren Pause, wird es gehen. Die DFL-Mitglieder aus der ersten und zweiten Liga wollen sich ab dem 30. März erneut treffen, um dann je nach Lage entsprechend weitere Entscheidungen zu treffen.

So plant Trainer Thomas Reis das Training der Profis

Bereits vor dem Beschluss der DFL hatte Trainer Thomas Reis sich natürlich Gedanken über verschiedene Szenarien gemacht, erklärte er im Gespräch mit dieser Redaktion am Montagvormittag. Wohl wissend, dass sich ja auch die Gesetzeslage per Erlass ständig ändern kann. Im Grundsatz wolle er seinen Trainingsplan danach ausrichten, wann frühestens wieder mit einem Pflichtspiel zu rechnen ist, erklärte Reis. Dies wäre, Stand Montagnachmittag, frühestens am 5. April der Fall. Zu Gast wäre dann Holstein Kiel im Ruhrstadion.

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert erklärte aber bereits, dass er nicht damit rechne, dass dann wieder gespielt werden könne. Als sicher gilt, dass Spiele, so sie denn noch stattfinden könnten, nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit, also als „Geisterspiele“ ausgetragen würden in dieser Saison. In diese Richtung zielt man offenbar bei der DFL, wirbt um Akzeptanz für Geisterspiele, um Fernsehgelder zu retten, sofern sie noch zu retten sein könnten. Der Konjunktiv hat derzeit Konjunktur.

Individualtraining für die Profis des VfL Bochum

Thomas Reis will sich jedenfalls mit der Mannschaft am Dienstag treffen und das vorläufige weitere Vorgehen erklären. Mindestens bis zum Ende dieser Woche bekommt jeder Fußballer ein Individualtrainings-Programm mit nach Hause. Denkbar ist es dann, dass der VfL Bochum in kleineren Gruppen ab kommender Woches wieder zum Teil zusammentrainiert. Denkbar, aber nicht sicher.

Am Montagmorgen wäre ein Training auf dem vereinseigenen Platz noch unter bestimmten Voraussetzungen möglich gewesen. Ob dies am Dienstag oder in einer Woche noch gilt, ist aber ebenso wenig sicher wie so vieles in Zeiten der sich ständig ändernden Lage aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus.

Thomas Reis sagt: „Natürlich steht die Gesundheit über allem. Ansonsten wird das Training darauf ausgerichtet sein, beim nächsten Spiel topfit zu sein.“ Wann immer dieses nächste Spiel tatsächlich ist.

Der gesamte Profifußball steckt in einer schwierigen, komplexen Situation

Der VfL-Trainer weiß um die komplexe Situation nicht nur, aber auch im Profifußball. Manch ein Verein ist existenziell bedroht, zumindest herbe Einschnitte fürchtet auch der VfL Bochum. Wie konkret sich die Coronavirus-Pandemie auf die Finanzen, Mitarbeiter, Struktur des VfL Bochum auswirken wird, ist zur Stunde noch nicht absehbar, zumal zahlreiche Interessengruppen wie die DFL und die TV-Sender um Sky und DAZN dabei ja auch eine wichtige Rolle spielen.

Leserkommentare (4) Kommentar schreiben